Sergey Spiridonov: von Sankt Petersburgs Mr.Bo zur sibirischen Küche der DV Group

Sergey Spiridonov: von Sankt Petersburgs Mr.Bo zur sibirischen Küche der DV Group

Sergey Spiridonov durchlief das Petersburger Mr.Bo und wurde Brand-Chef der DV Group, wo er mit sibirischen Produkten und verschiedenen Restaurantformaten arbeitet.
08.07.26

Sergey Spiridonov leitet seit 2023 den gastronomischen Bereich der DV Group in Tobolsk und Tjumen. Er kuratiert gleich drei verschiedene Projekte: „Dvortsovaya“ mit einem Autorenblick auf die sibirische Küche, die Bar „D. Ivanovich“, die um russische Getränke herum aufgebaut ist, und das Familiencafé „Dolce Vita“. Eine solche Kombination von Formaten verlangt vom Küchenchef nicht einen einzigen erkennbaren Stil, sondern die Fähigkeit, verschiedene gastronomische Sprachen um einen regionalen Kontext herum zusammenzubringen.

Die Küche von Sergey Spiridonov beruht auf der Schnittstelle dreier Richtungen: sibirisches Produkt, panasiatische Technik und französische Schule.

Vor dem Wechsel zur DV Group arbeitete Sergey Spiridonov fünf Jahre lang in Sankt Petersburg im Restaurant Mr.Bo: Von 2018 bis 2023 durchlief er den Weg vom Koch zum Souschef. Diese Zeit wurde für ihn zur praktischen Schule der Restaurantdisziplin – mit täglicher Küchenarbeit, Teamstruktur und präziser Prozesssteuerung. Nach dieser Erfahrung kehrte Spiridonov zur regionalen Agenda zurück, wo die sibirische Küche nicht zur ethnografischen Dekoration wurde, sondern zum professionellen Material für eine Autoreninterpretation.

Gericht von Sergey Spiridonov für die Projekte der DV Group

Auch Ausbildung und Praktika von Sergey Spiridonov fügen sich zu einer logischen Laufbahn zusammen. 2022 nahm er bei REVOLUTION an einem Kurs von Igor Shugaev im Petersburger Salon „GURME“ teil. Ein Jahr später kam eine Ausbildung bei Maxim Kuleshov hinzu – der Kurs „Mehl, Wasser und Umami“ an der Kochschule SWCH. 2023 folgte ein Praktikum bei GRAND CRU beim Küchenchef David Emmerle, 2024 Erfahrung im spanischen COQUE und im Restaurant „Zveroboy“ bei Nikolay Semyonov.

Heute wird Spiridonovs kulinarische Handschrift über drei Küchen beschrieben: sibirisch, panasiatisch und französisch. Für „Dvortsovaya“ hilft diese Verbindung, über lokale Produkte in einer zeitgemäßen Sprache zu sprechen; für „D. Ivanovich“, das Essen neben die Kultur russischer Getränke zu stellen; für „Dolce Vita“, ein breiteres Familienformat zu halten, ohne die professionelle Optik zu verlieren. Wichtig ist gerade die Fähigkeit, zwischen den Aufgaben zu wechseln, ohne die verschiedenen Projekte zu Kopien voneinander zu machen.

Der Weg von Sergey Spiridonov zeigt gut, wie die neue regionale Restaurantszene Fachleute mit Petersburger Erfahrung, europäischen Praktika und Interesse an lokalen Produkten zusammenbringt. Seine Biografie wirkt bislang kompakt, enthält aber bereits mehrere wichtige Stützen: Arbeit in einer starken Küche, systematische Ausbildung, Praktika bei verschiedenen Küchenchefs und der Übergang zu einer Rolle, in der man nicht für einen einzelnen Posten, sondern für eine ganze Gruppe von Restaurantprojekten verantwortlich ist.

08.07.2026

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