Restaurants mit Veranda in Sankt Petersburg: Die besten Terrassen

Restaurants mit Veranda in Sankt Petersburg: Die besten Terrassen

18 Petersburger Restaurants mit Veranden, Terrassen, Höfen und Gärten — für Sommerfrühstücke, Mittagessen am Wasser und lange Dinner unter freiem Himmel.
24.07.26

Vielleicht gibt es nichts Besseres als einen guten Tisch in angenehmer Gesellschaft. Außer denselben Tisch – auf einer Veranda.

Die besten Restaurants mit Veranden in Petersburg sind keine bloße Sommeroption, sondern ein eigenes Genre des Stadtlebens. Hier kann eine Veranda direkt zur Newa hinausgehen, sich in einem stillen Hof der Petrograder Seite verstecken, sich im Park von Neue Holland öffnen oder über einem Kanal wenige Schritte von der Isaakskathedrale schweben. Petersburg ist wie geschaffen dafür, draußen zu essen: Die Weißen Nächte machen jedes Sommerdinner zum Ereignis, und ein richtig gewählter Ort mit Wasserblick oder historischer Fassade macht es unvergesslich. Wir haben 19 Adressen zusammengestellt – von italienischen Bars mit spanischen Jospers bis zu Restaurants direkt an Deck –, an denen es im Sommer besonders gut ist. Mit Essen, Wein und offenem Himmel.

Petrovsky Prospekt, 9L

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„Lodotschnaja Stanzija“ steht auf der Petrowskaja-Landzunge buchstäblich am Rand der Kleinen Newka – und die Veranda ist hier kein dekoratives Element, sondern das Hauptargument. Der Blick auf Wasser und Brücken öffnet sich von der Terrasse ungehindert: keine Uferpromenaden, Zäune oder geparkten Autos zwischen Tisch und Fluss. Die Küche folgt mediterraner Logik – Fisch, Meeresfrüchte, Pasta, Gerichte vom Feuer und von der Kohle – und passt gut zu einem Glas Wein an der frischen Luft. Ein Ort für alle, die nicht einfach nur am Wasser essen, sondern spüren möchten, dass Petersburg eine Sommerstadt sein kann.

Admiralteysky Canal Embankment, 2M

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Kuznya House lebt in Neue Holland, und im Sommer ist das bereits die halbe Antwort auf die Frage „warum hierher“. Die Terrasse wird zum Teil der Insel: nebenan der Park, die Luft, die Menschen, das Abendleben. Küchenchef Ruslan Zakirov kocht komfortable europäische Küche ohne strenge geografische Zuordnung – Hühnchenpastete mit Aprikose, Tatar, Lamm mit Frühkartoffeln, Lasagne mit Trüffel und vier Käsesorten. Lachs, Pastrami und Schinken werden im eigenen Räucherofen hergestellt, Brot und Croissants täglich gebacken. Nach Mitternacht wechselt das Restaurant an Wochenenden mühelos in den Club-Modus.

Giallo wirkt wie ein Bild aus einem italienischen Film der 60er und 70er Jahre: Mahagoni, Vintage-Sessel, ein gerundeter Bartresen, Muranoglas und eine Vinylsammlung in einem der Säle. Die Küche ist italienisch, aber ohne akademische Strenge – eher Comfort Food, das am besten neben Signature-Cocktails funktioniert. Die Bar ist das Hauptargument des Abends: Die Getränke werden präzise und mit Stimmung zubereitet. Die Terrasse setzt dieselbe visuelle Sprache fort, fügt nur Luft hinzu. Ein guter Ablauf: Aperitif draußen, dann Dinner und noch ein Cocktail drinnen.

Sight Coffee & Dine ist aus dem Moskauer Nude hervorgegangen und hat dessen Konzentration bewahrt: heller Minimalismus, eine Ziegelwand, akkurates Anrichten ohne überflüssige Gesten. Bis zwei Uhr nachmittags gibt es hier Kaffee, Frühstück und Gebäck – ein Brötchen mit Blaubeeren und Yuzu, ein Hafer-Scone mit Konfitüre, Pistazien- und Mohnpositionen, Shakshuka mit gebackenem Gemüse und Focaccia. Abends verschiebt sich der Fokus zu Wein und leichtem Essen. Die Terrasse entfaltet das Morgenszenario am besten: sich draußen mit einem Kaffee hinsetzen, solange die Stadt noch nicht in Fahrt gekommen ist, und den Tag nicht überstürzen.

Da Manu ist eine kammermusikalische Pizzeria der Probka Family mit 26 Plätzen und einer der angenehmsten Sommerbestuhlungen in diesem Teil des Zentrums. Innen: Marmortische, karelische Birke, ein Kristalllüster und eine Reproduktion von Luca Giordano. Bränd-Chef Manuel Suraci verantwortet die Pizza auf hauchdünnem, knusprigem Boden: von der Margherita bis zur Mortadella mit Pistazien. Warme Gerichte und Vorspeisen führt Küchenchef Aleksandr Sabitov: Vitello Tonnato, Tatar, Pasta mit Krabbe, Tortelli mit Burrata und Trüffel. Das Format ist klein, aber mit großer Sorgfalt gemacht.

Im Sommer erinnert Atelie in der Lachtinskaja-Straße tatsächlich an ein kleines Barcelona auf der Petrograder Seite: eine leuchtende Terrasse, das Neonschild „No Bad Days“, ein Kupferlüster und lebendiger Straßenrhythmus. Chef Vladimir Vorgulev baut die Karte um den Josper auf, der mit Weinrebenholz befeuert wird: Fleisch, Fisch und Gemüse erhalten einen reinen Rauchakzent. Auf der Karte: Jamón Ibérico, baskische Pinchos auf hausgemachter Brioche, Oktopus mit Kartoffelpüree, Machete mit geräucherter Süßkartoffel und Churros. An der Bar: Orujo, Pacharán, galicischer Cidre und zeitgenössische Gins. Ein Ort für einen Aperitif, der leicht zum Dinner wird.

Gemüse ist hier längst keine Beilage mehr – Dmitry Blinov und Renat Malikov haben eine ganze Philosophie darum aufgebaut. Die Abschnitte der Karte bei Harvest heißen unverblümt: „Nur Gemüse“ und „Nicht nur Gemüse“. Die Sommerterrasse setzt diese Idee organisch fort: offene Luft und helle Naturmaterialien im Interieur arbeiten im selben Register. Probieren Sie Rote Bete, in Puderzucker gedörrt, mit jungem Käse – einer jener seltenen Fälle, in denen Einfachheit der Ausführung präziser trifft als komplexe Techniken. Statt Wein: Frischsäfte aus Gemüse, Obst und Beeren – nicht naheliegend, aber überzeugend.

Bolshaya Zelenina, 23k2

Hinter der Fassade des Restaurants „Sad“ wächst buchstäblich ein Apfelgarten – angelegt von den Gründerinnen, er dient zugleich als Sommerfläche. Chefin Anna Ryaznanskaya baut die Karte auf Produkten auf, die seit der Kindheit vertraut sind, serviert sie aber so, dass der Geschmack rein bleibt, ohne überflüssige Schichten. Im Saal: Porzellan mit Pflanzenornament, weiße Tischdecken und ein Kamin; in der warmen Jahreszeit weicht all das lebenden Zweigen und offenem Himmel. Chef-Sommelière Adelaida Iskhakova hat eine Karte aus klassischen Premiumregionen zusammengestellt. Ein Ort für alle, die keine angesagte Adresse suchen, sondern ein Mittagessen mit Charakter und klarem Essen.

Juan Espanola Cantina versteckt sich im Hof des Mjasnikow-Anwesens, und diese Unauffälligkeit verstärkt nur den Effekt. Innen: Buntglasfenster, Kachelfliesen, Bögen und tropische Pflanzen; im Sommer verwandelt sich der Hof in eine Terrasse mit Liegestühlen und einem Tischtennistisch. Die Küche stützt sich auf den Josper-Ofen mit Holz und Weinrebe: Machete mit geräucherter Süßkartoffel kommt mit dem richtigen Rauchnachklang. Dazu: Tapas, Paella, Jamón und Tacos auf Maisfladen. In der Bar viel Tequila und Mezcal, Margarita und Cocktails aus frischen Säften – der Abend wird schnell länger.

Frantsuza Bistrot von Duoband – Wiener Stühle, Marmor, patinierte Spiegel und braune Lampenschirme: französische Stimmung ohne Kitsch. Chef Ivan Frolukhin sperrt die Karte nicht in die Klassik – Crudo aus Fenchel und Spargel mit Ziegenkäse, Jakobsmuscheln nach Grenobler Art, Brie mit Trüffel stehen neben vertrauteren Bistro-Positionen. Auf dem Tisch: Fayence von Gien, eine Seltenheit für Petersburg. Die Sommerveranda setzt denselben Rhythmus fort: ein ruhiges Mittagessen, ein Glas französischer Wein, ein Gespräch ohne Eile. Auf der Karte: 15 glasweise Positionen und ein Tageswein, nach dem man besser gesondert fragt.

Inner wurde zwei Jahre lang gebaut, und das sieht man an der Detailgenauigkeit. Drei Säle sind unterschiedlich gestaltet: Panoramafenster und botanische Manuskripte an der Decke, dann fast klösterliche Askese, dann ein Raum, der an eine Trapeza erinnert. Designerin Evgenia Uzhegova arbeitete mit Milchglas, Holz und der Malerei einer Petersburger Künstlerin. Die offene Küche ist wie ein Altar platziert, und Chef Aleksey Alekseev trägt diesen Maßstab mit: Tomaten-Ceviche mit Kimchi, Hühnerbrühe mit Bacon-Wontons, Topinambur-Gratin mit ausgelassener Milch. Die Veranda macht das Erlebnis weniger feierlich.

Inner Bakery öffnet um acht Uhr morgens, und zu dieser Stunde ist das Brot bereits fertig. Chef Aleksey Alekseev ließ sich von Kopenhagener Bäckereien inspirieren: das dänische Gebäck ist hier Signature-Arbeit – Birnen werden in Wein geschmort, Kraffins aus einer Cuvée getrockneter Beeren zusammengesetzt, in die Croissants kommt Vanillecreme mit schwarzer Johannisbeere. Den Raum mit hohen Decken, alten Holzbalken und einem großen Gemeinschaftstisch an den Panoramafenstern entwarf Evgenia Uzhegova. Im Sommer kommt eine offene Fläche hinzu – der richtige Ort, um den Petersburger Morgen mit Kaffee und frischem Roggen- oder Buchweizenbrot mit Zwiebeln zu beginnen.

Futurist ist das erste Restaurantprojekt von Chef Aleksey Alekseev, dessen Liebe zum Detail bis zum Porzellan reicht: Auf den Tellern wiederholen sich die Gitter des Michailowski-Gartens und Quarenghis Malereien aus der Eremitage. Der Raum mit kubischen Deckenkonstruktionen und Panoramaverglasung wirkt fast architektonisch. Auf der Veranda setzt sich diese Linie fort: Die Stadtgeschichte bleibt im Hintergrund, aber das Dinner wird leichter. Auf der Karte: nordische Garnelen mit Calamansi und Maracuja, Tatar mit Hechtrogen, French Toast mit Garnelen und Parmesanmousse. Das Experiment dient hier nicht dem Effekt, sondern dem präzisen Geschmack.

Aster auf der Nikolski-Seite ist ein Café-Bäckerei-Hybrid, in das man morgens kommt und oft bis zum Mittag bleibt. Der Hauptanziehungspunkt ist die Vitrine mit Croissants und Brötchen; dahinter arbeiten die Brot- und Konditoreiwerkstatt. Die zwei hellen Säle von Maria Kachalova sind ruhig gestaltet: Holz, Sofas an den Wänden, cremefarbene Bouclé-Sessel. Im Innenhof verbirgt sich eine geräumige Terrasse – ein seltener stiller Petersburger Hof ohne Straßenlärm. Auf der Karte: Rührei mit Trüffel und geräuchertem Sulguni, Avocado-Toast, Sandwiches und Gebäck. Ein weiteres Plus: hundefreundliches Format.

Dobrolyubova, 16k2

AGA auf der Petrograder Seite belegt über tausend Quadratmeter und versteckt den Maßstab nicht: offene Küche mit Holzofen, ein Eisstand für Meeresfrüchte, Marmor, Ledersessel, ein Glaslüster. Im Sommer wird die großzügige Terrasse zu einem eigenständigen Szenario. Bränd-Chef Almaz Iskakov und Küchenchef Pavel Sukhoparov halten Kurs auf italienische und mediterrane Küche: kantabrische Sardellen mit Mozzarella, Fritto Misto, Wolfsbarsch in Acqua Pazza, Steaks und Pasta. Die Meeresfrüchte stammen aus eigenem Import, und man spürt es. In großer Gesellschaft entfaltet sich das Restaurant besonders gut.

Closer blickt aus den Fenstern auf den Taurischen Garten, und das gibt sofort den Ton für den Abend vor. Das APAA Studio gestaltete einen ruhigen, fast galerieartigen Saal ohne Zurschaustellung. Das inhaltliche Zentrum der Küche ist das offene Feuer: ein italienischer Holzofen und ein spanischer Kohleofen durchlaufen die meisten Gerichte. Bränd-Chefin und Mitgründerin Maria Dementyeva baut die Karte nicht nach Geografie auf, sondern nach der Logik von Glut und Rauch: Die Produkte werden tiefer und dichter im Geschmack. Die Weinkarte von Angelina Gaivoronskaya gleicht einer Bibliothek seltener Flaschen. Ein eigener Salon mit Möbeln von Carlo Scarpa und Mario Bellini funktioniert wie eine kammermusikalische Welt im Restaurant.

Die Fahrt zu „Ryba na Datsche“ ist schon Teil des Vergnügens: Ein Holzhaus von Honka steht in Sestroretsk, am Ufer des Flusses Sestra, inmitten von fast sechs Hektar nordischer Natur. Probka Family hat hier ein Restaurant geschaffen, das sich mit der Saison verändert. Im Sommer hängen Hängematten unter den Bäumen, an Wochenenden grillt Chef Oleg Babaytsev Lamm am Spieß, und die Terrasse empfängt große Gesellschaften. Im Winter läuft ein anderes Szenario – Kamin, Bibliothek, eine Eisrutsche im Hof. Die Küche stützt sich auf selbst geräucherten Fisch und Dacha-Klassik: Borschtsch, Plov, Lula-Kebab, „Fischertopf“ für die ganze Gesellschaft.

Das Haus an der Bolschaja Konjuschennaja erinnert sich an das 19. Jahrhundert und an die erste Cocktailbar Russlands – den „Medwed“. Heute befindet sich hier Goose Goose: ein zweistöckiges italienisches Restaurant, in dem die Geschichte der Adresse nicht drückt, sondern den Ton hält. Es gibt zwei offene Flächen: eine stille Terrasse im geschlossenen Hof und eine Straßenfläche an den Fassaden des Zentrums. Die italienische Küche ist ohne Schwere zusammengestellt, die Barkarte reimt sich auf die Cocktail-Vergangenheit des Ortes. Für geschlossene Abende gibt es einen eigenen Salon mit Balkon. Der Touristenstrom erreicht diesen Ort kaum – ein seltener Vorteil für eine so zentrale Adresse.

24.07.2026

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