Juan Cantina Espanola, ein Restaurant in der Wosstanija-Straße in Sankt Petersburg, verbindet spanisch-mexikanische Küche, eine große Agaven-Karte und Gerichte aus dem Josper-Ofen. Für den gastronomischen Teil verantwortlich ist Brand-Chef Sergei Galzew.

Zunächst wirkt hier der Raum: Die Bar verbirgt sich im Innenhof des Herrenhauses Mjasnikow, und im Inneren finden sich Buntglasmuster, Mosaike, Kachelfliesen, spitze Bögen, tropische Pflanzen und Naturmarmor. Im Sommer kommt eine Terrasse mit Liegestühlen und Tischtennisplatte hinzu. Die Bestuhlung ist kompakt, aber es gibt einen Gemeinschaftstisch für große Gruppen, sodass der Ort leicht vom intimen zum lauten Abendszenario wechselt.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist das ein lauter Stadtort — eher für einen abendlichen Cocktail als für ein ruhiges Abendessen.

Die Küche baut auf dem authentischen spanischen Josper-Ofen mit offenem Feuer auf: Zum Anheizen werden Naturholz, Kohle und Weinrebenholz verwendet — Letzteres verleiht den Gerichten die charakteristische rauchige Aromatik. Die Fleischpositionen kommen daraus besonders überzeugend heraus: Machete mit geräucherter Süßkartoffel ist einer der Favoriten unter denen, die bereits hier waren. Die spanische Linie im Menü umfasst Jamón, gereifte Käse, Paella und einen breiten Tapas-Abschnitt. Die mexikanische — Tacos auf Maisfladen mit verschiedenen Füllungen, Quesadilla, Guacamole und viel Limette. Geschlagene Oliven sind eine einfache, aber gut ausgeführte Vorspeise, die regelmäßig in den Empfehlungen auftaucht.

Die Bar im Juan Cantina Espanola ist eine eigene Geschichte. Chef-Barkeeper Artjom Schmonin stellte die Cocktailkarte mit Schwerpunkt auf frischen Früchten und Säften zusammen: Es gibt sowohl spanische Klassik als auch Signature-Positionen. Die Margarita nimmt einen besonderen Platz ein — als logische Fortsetzung der großen Tequila- und Mescal-Sammlung, der eine eigene Karte gewidmet ist. Das Servieren von Tequila und Mescal wird von Sangrita begleitet — als Zeichen des Respekts vor der Tradition. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Matador auf Dewar's-Basis. Die Weinkarte stellte Chef-Sommelière Anastasia Maximowa zusammen: neben verständlicher Klassik — Pét-Nats und moderne spanische Winzer der neuen Welle.

Unsere Testesser vergaben 7 von 10 Punkten für das Abendessen und 7 von 10 für den Cocktail — Küche und Bar arbeiten auf ungefähr demselben Niveau, doch an einem Freitagabend rückt eher das Cocktailprogramm in den Vordergrund. In der warmen Jahreszeit öffnet die Terrasse mit Liegestühlen und Tischtennisplatte — der Eingang liegt von der Grodnenski-Gasse aus, die Bar ist unauffällig im Innenhof versteckt, was ihr nur zusätzlichen Charakter verleiht.