Die 17 besten Cafés in Moskau: Wo man in der Hauptstadt Kaffee trinkt

Die 17 besten Cafés in Moskau: Wo man in der Hauptstadt Kaffee trinkt

Die Redaktion von The Taste hat 17 der besten Cafés in Moskau ausgewählt — von Specialty-Coffee-Bars bis zu Konditoreien mit Signature-Desserts.
30.07.24

Gute Cafés gibt es in Moskau Hunderte, doch wir haben siebzehn ausgewählt, zu denen man gern zurückkehrt. In dieser Auswahl: die besten Cafés Moskaus mit geprüften Bohnen, interessanter Küche und einer Atmosphäre, die auch ohne Modenachlass funktioniert. Specialty-Bars mit eigener Röstung, stille Konditoreien, schöne Cafés im Zentrum Moskaus mit Panoramafenstern – das Format ist unterschiedlich, die Qualität durchgehend hoch. Jeden Ort haben wir persönlich besucht.

Ein Projekt von Egor Neveykin, das weit über ein gewöhnliches Café hinausgewachsen ist. Am Twerskoi-Boulevard liegt ein Multiformat-Concept-Store, in dem unter einem Dach eine Kaffeezubereitungszone, ein Bohnen-Einzelhandel und ein Schulungszentrum koexistieren. Die visuelle Sprache ist spanischer Urbanismus: Im Vordergrund steht die Ergonomie, das Dekor folgt der Funktion. Breite Fenster lassen maximal viel Tageslicht herein.

Die Bohnen werden selbst geröstet – das Sortiment umfasst über dreißig Sorten, erhältlich lose, in Drip-Beuteln und als Nespresso-Kapseln. Die Kaffeerezepte reichen vom klassischen Espresso bis zu Signature-Kreationen. Dazu: italienische Focaccia, Blätterteig-Brioches, eine Rotation saisonaler Backwaren. Parallel läuft ein Weinregal und eine Cocktailkarte.

Das Trainingszentrum veranstaltet Cuppings, Aroma-Seminare, praktische Kurse zu Extraktionsmethoden. Bohnen und Zubehör werden hier direkt verkauft; Bestellungen sind auch über die Website möglich. Rockets betrachtet Kaffee als Disziplin, die man erlernen muss – und vermittelt diese Haltung jedem Gast.

Bolshaya Polyanka, 51A/9

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Das Konzept dieses Projekts baut auf dem Aufeinandertreffen dreier Metropolen: Moskauer Bebauung vor dem Fenster, New Yorker Energie im Inneren, sydneyische Gelassenheit als verbindender Ton. Den Architekten gelang es, diese Gegensätze so zu vereinen, dass der Raum als Ganzes wirkt – Holzpaneele, diffuses Licht, das Gefühl von Wassernähe, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Der gastronomische Teil folgt demselben Hybridprinzip: Brei mit Quinoa und Kokosraspeln, Maisbowl mit Kürbis und Avocado, knusprige Granola mit Honig und Nüssen, dicke Pancakes mit einer Haube Sahne. Die Präsentation verbindet amerikanische Großzügigkeit mit australischer Leichtigkeit. Im Sommer öffnet die Terrasse mit Stadtblick.

Neben der täglichen Karte veranstaltet The Waterfront interaktive Morning-Events: Verkostungen, Vorträge über Röstung und Zubereitungsmethoden. Lieferservice, Saalvermietung für private Events und ein Bonussystem für Stammgäste – die Infrastruktur eines vollwertigen Restaurantprojekts, verpackt im Café-Format.

Eine winzige Konditorei, die den Rhythmus eines Pariser Viertels mitten im Moskauer Zentrum nachbildet. Der Duft von Buttercreme und frischem Teig empfängt einen schon vor dem Eintritt. Innen gibt es zwei Räume: der erste mit kompakten runden Tischen für die Teestunde, der zweite als Vitrine und Ausgabe für Bestellungen zum Mitnehmen.

Die Hauptspezialität sind handgefertigte Tartelettes, doch das Sortiment ist deutlich breiter: Blätterteig-Croissants, feine Kuchen, mehrschichtige Torten, Fruchtkonfitüren, Canapés, hausgemachte Kekse, Eis. Selbst das kleinste Gebäckstück ist hier als Miniatur inszeniert – dem wird ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie dem Geschmack. Getränke: frischer Kaffee, Tee der Marke Mariage Frères, Zitruslimonade, direkt gepresste Säfte.

Das Personal arbeitet unaufdringlich und schnell. Große Formate – eine Torte oder ein vergrößertes Tartelette – werden auf Vorbestellung binnen eines Tages zusammengestellt; im nahen Umkreis wird kostenlos geliefert, weiter weg gegen eine feste Gebühr. Ebenfalls im Angebot: Kapseln und loser Tee. Ein schönes Café in Moskau, für das es sich lohnt, gezielt hinzufahren – wegen Desserts, die man sonst nirgendwo findet.

Eine von 38 Filialen der Kette, von denen jede individuell gestaltet ist. Arcus ist skandinavisch gehalten: massives Holz, natürliche Beige- und Grautöne, ein verglastes Dachfragment, durch das Oberlicht einfällt. Der Blickfang des Saals ist eine Wendeltreppe in geschlossener Bauweise, die zur oberen Ebene führt. Abends schaltet sich eine sanfte Seitenbeleuchtung ein, und der Raum bekommt die Anmutung eines Landhauses.

Hinter der Qualität steht eine vertikale Integration: eigene Röstung, Bäckerei, Konditoreiabteilung, Fleisch- und Wurstwerkstatt, eine Linie für Pasta und Pelmeni. Die Morgenkarte startet um fünf Uhr, die Tageskarte umfasst Suppen, warme und kalte Vorspeisen, Salate, Pasta, Burger, Getreide- und Gemüsebeilagen. Es gibt eine eigene Kinderkarte. Getränke – von Smoothies und Limonaden bis zu Kräutertees.

In der Vitrine neben der Kasse: Beutel mit hausgeröstetem Kaffee, Kapseln, gefilterte Drips, loser Tee in Premiumqualität. Kofemania ist längst über das Café-Format hinausgewachsen und arbeitet als vollwertiges Restaurant, ohne dabei seine Intimität zu verlieren.

Das Interieur bildet Nordeuropa nach: strenge Proportionen, kugelige Lampenschirme, Grüntöpfe auf den Regalen, dominierendes Beige. Die Akzentwand: ein stilisiertes Bergkettenpanorama vor ultramarinblauem Hintergrund; abends belebt Beleuchtung das Motiv. Bei Schneewetter verwandeln die Fenster die Moskauer Straße in eine skandinavische Landschaft.

Das Küchenformat ist unkompliziert, aber durchdacht – der klassische Frühstückstisch: dünne Pfannkuchen mit Puten- und Mozzarella-Füllung, hausgemachte Tworog-Pfannkuchen mit Beerenkonfitüre, knusprige Ciabatta mit Lachs oder Huhn, süße Schnecken mit Nusskaramell und Zimt, Blätterteigröllchen mit Kondensmilch.

Der Großteil der Getränkekarte ist Eigenkreation: Kaffee mit Sahne, Mandarinensaft und Muskatnuss, Karamell-Bananen-Latte, Cappuccino mit Johannisbeerpüree und Nadelholzextrakt, Ingwertee mit Sanddorn, heiße Schokolade mit Vanille. MonteView steht für einen ruhigen, ausgeglichenen Morgen ohne unnötigen Lärm.

Eine Specialty-Kettenmarke, die sich in kurzer Zeit von der einzigen Moskauer Filiale zu einem internationalen Projekt mit Cafés in den Emiraten entwickelt hat. Der Standort an den Patriarchenteichen verbindet skandinavische und koreanische Ästhetik: offenes Licht, natürliche Palette, ein Tresen aus Naturstein, tiefe Sessel an den Fensteröffnungen. In der kalten Jahreszeit verleiht der Blick auf den leicht verschneiten Teich dem Interieur einen zusätzlichen Wert.

Die Röstung übernimmt die eigene Werkstatt, die nie mit der Suche nach neuen Profilen aufhört. In der Tasse: Batch Brew, Trinity, klassischer Espresso. Frühstück und Mittagessen decken das übliche Set ab: Breie, Getreidebowls, Sandwiches mit saisonaler Füllung, knusprige Croissants, grüne Salate. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Signature-Desserts – Nusskekse und ein Kuchen mit dunkler Schokolade.

Die Filiale an den Patriarchenteichen fällt durch eine ungewöhnliche Nachbarschaft auf: Hier befindet sich auch eine Buchhandlung und eine Plattform für Vorträge. Ein Experiment, das als Einzelaktion begann und zur Identität des Ortes wurde. Ein Ort, an dem man in Moskau in Ruhe Kaffee trinken kann – und mit einem neuen Buch unter dem Arm geht.

Ein kompaktes Café, eingebettet in die Mauern des legendären Kinos „Chudoschestwenny“, dessen Geschichte auf den 11. November 1909 zurückgeht – daher die Zahl im Namen. Das Format ist hybrid: morgens ein Ort für ein üppiges Frühstück, tagsüber ein Platz für einen schnellen Snack, abends eine Bar mit Weinkarte.

Der Saal ist lang gestreckt und schmal, die Decke niedrig und gewölbt. Die Bartheke verläuft an der linken Wand, rechts eine Reihe von Tischen, im hinteren Bereich eine weiche Sofazone, wo Filme laufen. Die Enge wird durch wandhohe Spiegel, handgefertigte Keramik und eine Verkleidung aus hellem Eichenholz neutralisiert – es gibt überraschend viel Licht.

Die Morgenkarte: Haferbrei mit Birne und Beeren, Auflauf aus Tworog mit gebackener Quitte, Hirsebrei mit Kürbis, Omelett mit variablen Toppings. Später kommen Bagels, Sandwiches, Fischsalat, Fleischvorspeisen hinzu. Desserts – Blätterteig-Croissants, Obstkuchen, Sorbets. Kaffee wird mit normaler und pflanzlicher Milch zubereitet; die Weinkarte ist kompakt, aber gekonnt zusammengestellt.

Novoslobodskaya, 24As3

Ein Café, versteckt im Innenhof eines Wohnquartiers nahe der Nowoslobodskaja. Von der Straße aus ist es nicht zu sehen – das ist Teil des Konzepts: Die Stille beginnt schon beim Näherkommen. Die Idee: Teil der alltäglichen Route der Gäste zu werden, ein Ort, an dem man morgens auf Kaffee vorbeischaut und bis zum Abendessen bleibt.

Die Wände sind mit geschnitzten Holzpaneelen verkleidet, im Saal befindet sich eine Serie von Signature-Installationen, die zentrale Dessertvitrine steht auf einem Marmorsockel. Das Licht ist überwiegend Tageslicht, durch die bodentiefe Glasfassade.

Die Küche baut auf dem Konzept von Hausmannskost mit Kochhandschrift: Toast mit Avocadofruchtfleisch, Salsa und gesalzener Zitrone, italienische Pasta Cacio e Pepe mit Kampot-Pfeffer, verschiedene Salate mit ungewöhnlichen Dressings. Das Geheimnis wiederholter Besuche sind die Signature-Saucen, die vertraute Gerichte bis zur Unkenntlichkeit verändern. Die Dessertvitrine ist ein eigener Stolz: komplexe Texturen, gedämpfte Süße. Die Bohnen liefert Rockets Roasters, Espresso wird aus äthiopischen Monosorten zubereitet, alternative Rezepte aus kolumbianischen und kenianischen Bohnen.

Eine Trapeza auf dem Gelände der Kirche des heiligen Antipas von Pergamon – in einem Wirtschaftsgebäude, das über sechs Jahrhunderte gewachsen ist. Die Restaurierung bewahrte die Steinmauern und die Bogenfenster, während der Innenraum eine zeitgenössische Lesart erhielt: geweißte Flächen, zahlreiche Hängelampen, völliger Verzicht auf Wanddekor.

Die Möbel sind vollständig aus Holz. Die Bartheke ist mit einem Mosaikpaneel im byzantinischen Geist verkleidet; ähnliche Einlegearbeiten finden sich an jedem Tisch. Die Tische sind modular: im Normalbetrieb stehen sie einzeln, für gemeinsame Mahlzeiten, Vorträge oder Treffen mit dem Abt werden sie zu einer langen Reihe zusammengeschoben, und die verstreuten Ornamente fügen sich zu einer verschlüsselten Inschrift zusammen.

Die gastronomische Karte ist asketisch – Morgenbrei, frisches Gebäck, heißer Kaffee. Antipa existiert nicht wegen der Karte: Es ist ein Raum der Begegnung und der Stille, in dem die Kaffeepause der Meditation näher kommt als dem Snack. Ein Ort für alle, die in einem Café mehr suchen als ein Getränk.

Die Marke wurde 2009 gegründet. Lange Zeit blieb das Projekt eine reine Konditorei – und genau die Desserts machten ihm seinen Namen. Das Prinzip hat sich nicht geändert: Jedes Stück wird von Hand geformt und verziert, mit echten Blüten, zartem Baiser, Karamellfäden, saisonalen Beeren. Das Ergebnis kommt einem Schmuckhandwerk näher als einer Fließband-Konditorei.

Der Hauptrenner ist der „Napoleon“ mit Vanillecreme auf Basis von Crème pâtissière und dünnen Schichten knusprigen Teigs. Der Rest der Vitrine steht dem in nichts nach: mehrstöckige Torten, aufwendig konstruierte Pralinen, Schokoladenkonfekt. Nach 2018 kam eine warme Küche hinzu: Getreidebowls, frische Salate, Signature-Sandwiches, vollwertige Mittagspositionen. Der Kaffee wird aus Bohnen mit eigenem Röstprofil zubereitet; dazu Matcha, Kakao, Blatttee, saisonale Limonaden.

Die Atmosphäre ist warm, mit floralen Akzenten in der Gestaltung und sanfter Hintergrundbeleuchtung. Kalabasa ist eine Konditorei, die zu einem vollwertigen Café herangewachsen ist und dabei den Dessertcharakter als tragende Konstruktion bewahrt hat.

Myasnitskaya, 13s21

Your Coffee Place belegt eine ruhige Ecke an den Tschistyje Prudy. Das Format: ein Stadtcafé mit erweiterter Küche und einer freundlichen Haltung gegenüber Gästen mit Hund. Der Interieurstil ist gemäßigtes Skandi: helles Holz, einfache Geometrie, diffuses Oberlicht. Die Bohnen stammen von der Marke Submarine, die Zubereitung ist konstant.

Die Küche geht über das Standard-Café-Set hinaus: Reis mit Kimchi, Poke mit rohem Lachs, Avocado-Toasts, Bananen-Nuss-Brot, Buttercroissants. Die Portionen sind auf ein vollwertiges Frühstück oder Mittagessen ausgelegt, die Preise bleiben im vernünftigen Rahmen.

Die Arbeitsinfrastruktur stimmt: Steckdosen an jedem Tisch, schnelles WLAN, Hintergrundmusik in angenehmer Lautstärke. Das Café baut sein Konzept nicht um eine Idee herum, sondern um Verlässlichkeit: Jeder Besuch liefert das erwartete Ergebnis, und genau diese Vorhersehbarkeit bindet die Stammgäste.

1st Neopalimovsky Lane, 1/7

Optisch das gewagteste Café der Stadt. Der Name verweist auf die Zukunft, das Interieur auf das Genre Cyberpunk: roher Beton, Stahlkonstruktionen, Neonlichtstreifen von Blau bis Pink. Die dunkle Palette mit punktuellen Farbblitzen verwandelt den Saal in eine Szene aus einem Science-Fiction-Film.

Bei aller visuellen Provokation ist das Kaffeeprogramm ernsthaft: Die Bohnen durchlaufen eine Signature-Röstung, auf der Karte stehen Latte, Cappuccino, Filterkaffee und eine Rotation saisonaler Signature-Rezepte. Die Küche beschränkt sich auf ein kompaktes Set aus leichten Frühstücken und Desserts – genau so viel, wie zur Begleitung des Getränks nötig ist.

2046 lebt vom Bruch der Erwartungen: Die Hülle schreit nach Zukunft, während der Inhalt der Tasse zu den handwerklichen Standards der Gegenwart zurückführt. Hierher kommt man sowohl für den morgendlichen Espresso als auch für Abendfotos im Neonlicht.

Bolshaya Polyanka, 44

Das Projekt ist nach Erna Knutsen benannt – einer amerikanischen Fachfrau, die in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts den Begriff „Specialty Coffee“ prägte und damit die Branche veränderte. Der Raum ist kammermusikalisch: weiße Wände, Regale mit wenigen Gegenständen, eine Glasvitrine als einziger visueller Akzent.

Die Kronposition sind Choux-Gebäck-Windbeutel mit Füllungen, die von der klassischen Vanille bis zu limitierten Saisonversionen reichen. Dazu: Gebäck, Kekse, eine kompakte Konditoreilinie. Der Kaffee kommt aus hochwertigen Bohnen, die Präsentation ist frei von Theatralik: Tasse, Untertasse, Dessert.

Erna funktioniert gleichermaßen gut als Konditorei zum Mitnehmen und als Ort für einen kurzen Halt. Ohne Rituale, ohne Show, ohne überflüssige Worte – nur ein hochwertiges Produkt. Für ein Publikum, das Specialty-Kaffee versteht und keine Erklärungen braucht.

Eine der Moskauer Filialen der Kette, die um eine Surfer-Ästhetik herum aufgebaut ist. Die Adresse: Erdgeschoss des historischen Mietshauses von Firsanowa, in Gehweite von der Kusnezki-Most-Straße. Innen: natürliche Materialien, dekorative Surfboards an den Wänden, die entspannte Atmosphäre, die für die gesamte Marke typisch ist.

Die Bohnen werden selbst geröstet, in der Tasse: Espresso und Filterkaffee in Basis- und erweiterten Rezepturen. Die Küche fokussiert sich auf die Morgen- und Tageskarte: warme Sandwiches, leichtes Gebäck, mehrere Positionen für ein vollwertiges Frühstück. Surf Coffee wird längst von Remote-Arbeitern und Freelancern geschätzt – hier ist es ruhig, es gibt Internet und keinen Druck, mehr zu bestellen.

Ohne Anspruch auf kulinarische Offenbarungen hält das Café ein gleichbleibendes Niveau bei Getränken und Service von Besuch zu Besuch. Eine gute Option für alle, denen Vorhersehbarkeit und eine unaufdringliche Umgebung wichtig sind.

Eine internationale Kette mit Filialen in Moskau, Kasachstan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Kernangebot: Kaffee auf Specialty-Niveau, schneller Service und durchgängige Digitalisierung: Die Bestellung erfolgt über die mobile App, das Getränk wird ohne Warteschlange abgeholt.

Die Bohnen durchlaufen eine zentrale Kontrolle auf jeder Stufe – vom Einkauf bis zur Röstung. Neben den klassischen Kaffeepositionen stehen auf der Karte Matcha, Kakao, saisonale Signature-Rezepte. Das Essen ist leicht und schnell: gefüllte Croissants, Sandwiches, portionierte Desserts. Das Interieur ist funktional: neutrale Palette, bequeme Sitzgelegenheiten, klare Formen ohne dekorativen Lärm.

Drinkit setzt auf Systematik – jede Filiale der Kette liefert dasselbe Ergebnis. Für Gäste, die Zeit und gleichbleibende Qualität schätzen, ohne bei jedem Besuch einen neuen Ort kennenlernen zu müssen.

Eine Specialty-Bar mit Fokus auf Nachbarschaftsidentität. Am Eingang ein Fahrradständer, drinnen eine herzliche Haltung gegenüber Vierbeinern. Der Raum ist hell, ohne überflüssige Gestaltung: alles ist der Bequemlichkeit untergeordnet, nicht dem visuellen Effekt.

Die Bohnen werden nach einem bestimmten Röstprofil ausgewählt, auf der Karte: Espresso, Filter, alternative Zubereitungsmethoden. Die Küche bietet Morgenbowls, Toasts mit Toppings, saisonales Gebäck und hausgemachte Limonaden. Die Portionen sind ehrlich, die Karte wird regelmäßig aktualisiert.

Salyut übernimmt die Rolle eines nachbarschaftlichen Anziehungspunkts: morgens holt man hier Kaffee zum Mitnehmen, mittags bleibt man zum Essen, abends schaut man auf dem Heimweg vorbei. Kein lautes Konzept, keine angesagte Adresse – einfach ein Café, das zur Gewohnheit geworden ist. Und Gewohnheit ist bekanntlich die höchste Form der Loyalität.

Die Inhaber verbrachten mehrere Jahre in der deutschen Hauptstadt, ließen sich von der Berliner Kaffeeszene inspirieren und beschlossen, sie in Moskau nachzubilden. Das Ergebnis: Betonoberflächen, massives Holz, Industrieglas, viel Tageslicht und eine leise Stille als Teil des Ambientes.

Die Morgenkarte ist knapp, aber ausgewogen: Haferbrei mit Haselnusspraline, hausgemachte Tworog-Pfannkuchen, knusprige Granola, Omelett mit mildem Ziegenkäse. Die Bohnen kommen von Partnerröstereien, die Zubereitung ist präzise – ohne überflüssige Gesten und Verzierung.

Den Rhythmus des Ortes gibt das natürliche Licht vor: Es verändert sich im Tagesverlauf, und mit ihm die Atmosphäre – von konzentrierter Morgenarbeit bis zum entspannten Halbdunkel gegen Abend. Ein Café für Situationen, in denen Stille gebraucht wird: ein langes Frühstück, ein paar Stunden am Laptop, ein leises Gespräch. Der Berliner Standard, angepasst an Moskauer Koordinaten.

30.07.2024

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