Das Restaurant Self Edge Japanese in der Bolschaja Grusinskaja ist ein Projekt von Dreamteam, dessen Menü von Dmitri Tjan sich um erstklassigen Fisch und Meeresfrüchte, Omakase und eine große Sake-Kollektion dreht.

Beim Betreten von Self Edge Japanese fällt als Erstes ein orangefarbenes Wandpanel mit Fischen ins Auge, das die gesamte Wand einnimmt. Dieses Bild wurde bereits in Petersburg und Jekaterinburg zu einer Art Markenzeichen des Projekts, und im Moskauer Saal wirkt es genauso überzeugend. Darum herum ist ein Interieur aufgebaut, in dem Olivenholz neben dunklen Möbeln unterschiedlicher Formen steht, Wandschirme das Tageslicht dämpfen und am Eingang eine große, im Geist orientalischer Ornamentik bemalte Kommode steht. Freitags und samstags erklingen hier Vinyl-Sets, und alte japanische Schallplatten sind buchstäblich in die Wände eingelassen. Professionelle Akustik macht den Abend spürbar dichter.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist dies ein authentischer Ort mit starker Atmosphäre und schmackhafter Küche, der sich gut für ein Date eignet.

Das Menü leitet Brand-Chef Dmitri Tjan, der die besten Positionen aus zwei vorherigen Restaurants der Kette nach Moskau übertragen hat. Der Bereich mit rohem Fisch, mit dem man die Bekanntschaft beginnen sollte, bietet Sashimi und Nigiri in authentischer Präsentation: Wasabi und Ingwer werden direkt aus Japan geliefert, und den Nikiri bereitet der Chef von Hand zu, indem er der Sojabasis Sake und Dashi-Brühe hinzufügt. Von dem, was man unbedingt für den Tisch bestellen sollte, stechen Handrolls aus Nori, Autoren-Oshizushi und Crispy Rice mit Krabbe hervor. Unter den warmen Positionen bleiben Gyoza mit Krabben-Garnelen-Füllung und Udon mit Ente oder Wagyu in Erinnerung. Zum Abschluss des Abendessens gehört traditionell ein Mochi-Dessert mit weißer Schokolade und Mango.

Eine eigene Geschichte ist hier das Produkt. Austern kommen aus der japanischen Präfektur Hyogo, Jakobsmuschel und Tintenfisch von Sachalin, Krabbe von Kamtschatka. Thunfisch und Hamachi werden aus Japan geliefert, und Carabineros-Garnelen kommen aus Sizilien. Jede Woche findet ein Fish Market statt: Der Chef erhält seltenen Fisch zusätzlich zum Hauptmenü und bereitet daraus sowohl japanische Klassiker als auch Positionen zu, die nicht auf der Karte stehen. In den letzten Tagen jedes Monats veranstaltet das Restaurant Omakase-Dinner, bei denen der Akzent auf der Reistemperatur, seltenen Fischsorten und dem völligen Verzicht auf Qualitätskompromisse liegt.

Die Bar hat rund fünfzig Sake-Positionen versammelt, und die Kollektion wird mehrmals im Jahr aktualisiert. Darunter befinden sich seltene Flaschenpositionen mit begrenzter Marktpräsenz und eine Flaggschiff-Position, die immer glasweise erhältlich ist. Die Weinkarte ist mit Schwerpunkt auf klassische französische Regionen zusammengestellt, wobei jede Position gezielt ausgewählt wurde. Die Cocktailkarte mit zehn Positionen und drei Mocktails ist um einen milden Geschmack und niedrige Stärke aufgebaut, hier kommen Yuzu, Shiso, Kirsche, Wasabi, Pflaume und Kumquat zum Einsatz.

Das Geschirr im Saal ist eine eigene Geschichte. Auf den Tischen und am Chef's Table steht Porzellan mit handbemalten, aus Japan mitgebrachten Motiven, Teller der florentinischen Manufaktur Richard Ginori sowie Barglas von Sydonios, Reidel und Gabriel Glass. Unsere Testesser gaben 8 von 10 Punkten für das Abendessen und hoben das Produktniveau, die Liebe zum Detail und den geschlossenen Gesamteindruck des Abends hervor.