0.75 please Moscow

Smolenskaya Street, 8

Geöffnet bis 00:00

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Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 00:00

  • Montag17:00-00:00

  • Dienstag17:00-00:00

  • Mittwoch17:00-00:00

  • Donnerstag17:00-00:00

  • Freitag17:00-00:00

  • Samstag17:00-02:00

  • Sonntag17:00-02:00

Kammermusikalisches Fine Dining von 075 Group an der Smolenskaja — die Fortsetzung des Krasnojarsker Projekts in neuem Format. Chef Alexander Kutscherow, eine starke Weinkarte und Panoramablick auf die Stadt.

075 Group schloss ihren Standort am Patriarchenteich und verlegte ihr Flaggschiff in ein Hochhaus an der Smolenskaja — und hat sich damit offenbar nicht verrechnet. Hinter den Panoramafenstern erstreckt sich das beleuchtete Moskau, die Türen öffnen jeden Abend pünktlich zum Sonnenuntergang, und der Saal fasst nur vierundvierzig Personen. Kammermusikalität ist hier keine erzwungene Maßnahme, sondern eine grundsätzliche Haltung: Jeder Tisch liegt im Blickfeld des Teams, und jeder Gast erhält Aufmerksamkeit, die in großen Sälen unmöglich wäre.

Das Team unseres Restaurantführers ist überzeugt: Der Umzug erwies sich als richtige Entscheidung. Die Atmosphäre des Hochhauses an der Smolenka passt zu 0.75 deutlich besser als die engen Gassen am Patriarchenteich — hier hat das Projekt endlich seinen eigenen Raum gefunden.

Alexander Kutscherow — Brand-Chef, dessen Karriere in Krasnojarsk begann — stellt die Gerichtekarte gemeinsam mit Konditorin Polina Subacha zusammen. Die Küche ist nicht mehr an die sibirische Geografie gebunden: Im Fokus steht das Produkt auf dem Höhepunkt seiner Reife, sei es Gemüse von einem Partnerbauernhof, der chemiefreie Anbaumethoden praktiziert, oder Fisch, geliefert mit dem morgendlichen Flug. Das Menü ist kurz, wird bei jedem Temperaturwechsel draußen überarbeitet und enthält keine einzige belanglose Zeile — alles ist als Dialog zwischen Teller und Glas gedacht.

Sommelier Dmitri Kowaljow hat eine Kollektion aus über dreihundert Bezeichnungen zusammengestellt, in der Bordeaux- und Burgunder-Klassik neben Flaschen aus Ungarn, von vulkanischen Weinbergen des Mittelmeerraums und fernen Atlantikinseln steht. Champagner nimmt ein eigenes Kapitel ein — fünfzig Positionen von renommierten Häusern bis zu winzigen Rekoltanten. Die Cocktails von Jewgeni Agafonow bewegen sich von klaren und mineralischen zu dichten und gereiften, und Wein erscheint dabei oft als vollwertige Zutat innerhalb des Getränks selbst.

Die offene Küche steht in der Mitte des Saals und ist von jedem Platz aus einsehbar — das ist kein Schaufenster, sondern eine Arbeitswerkstatt, in der nichts verborgen wird. Holz, warmes Metall und sanftes Licht formen eine Umgebung, die zu einem langen Abend einlädt. «Null-Komma-siebzig-fünf» — so spricht man das Restaurant auf Russisch aus — ist ein Projekt für alle, die durchdachtes Essen lauten Aushängeschildern vorziehen und denen der Inhalt des Tellers wichtiger ist als der Name der Straße vor der Tür.