Bolshaya Gruzinskaya St., 76

Geöffnet bis 00:00

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Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 00:00

  • Montag12:00-00:00

  • Dienstag12:00-00:00

  • Mittwoch12:00-00:00

  • Donnerstag12:00-00:00

  • Freitag12:00-00:00

  • Samstag12:00-00:00

  • Sonntag12:00-00:00

Ein Projekt der Familie Levchenko an der Bolschaja Grusinskaja 76, wo georgische Küche durch das heutige Tiflis neu gedacht wird — mit antiken Möbeln, Holzofen und Autorenbar.

Man betritt Nene und begreift sofort, dass hier über jede Ecke nachgedacht wurde. Der obere Saal lebt in einem warmen, leicht abgenutzten Rhythmus: Naturstein, offene Balken, deutsche Industrieleuchten, auf Flohmärkten erstandene Sessel und Tische, tiflisische Keramik auf den Regalen. Wände, Spiegel und Fenster sind mit Malereien von Roma Peeks bedeckt, einem Künstler, dessen Werke auch in der Sammlung der Tretjakow-Galerie zu finden sind. Das untere Geschoss basiert auf anderem Material: Neon, Metall, das Gefühl eines Clubs, in dem die Nacht noch nicht begonnen hat. Das Interieur entwarf das Büro Mast BURO gemeinsam mit Peeks, und daraus entstand ein Raum, der Tiflis nicht mit Postkartenmotiven, sondern mit Stimmung zitiert.

Nach Meinung unseres Restaurantführer-Teams wirkt der Holzofen in der Mitte des Saals nicht als Dekoration, sondern als Hauptfigur: Man spürt und sieht ihn von jedem Platz aus.

Hinter dem Konzept stehen Mikhail und Denis Levchenko, denen bereits J'PAN, RA'MEN und mehrere andere bekannte Projekte gehören. Nene haben sie nicht als Rekonstruktion georgischer Klassik angelegt, sondern als Dialog mit einer modernen Stadt, in der Berliner Rhythmus und Pariser Leichtigkeit längst neben der Tradition existieren. Das ist sowohl in der Karte als auch an der Bar zu spüren.

Man beginnt die Mahlzeit mit Dips: Adjapsandali, Pchali aus gebackenem Gemüse, Lobio mit Dsondscholi und Chutney aus unreifen Tomaten. Danach folgen Vorspeisen, in denen bekannte georgische Gerichte einen überraschenden Kontext bekommen: Satsivi vom Truthahn wird nach Art des Vitello tonnato serviert, Rindertatar begleitet eine Sauerrahmcreme, Auberginenröllchen kommen mit Nadugi. Eine eigene Position ist der Teller georgischer Käse, bei dem der Imeretiner in Saperavi gereift ist und die Gebschalia mit Orangenmarmelade serviert wird.

Chatschapuri werden ausschließlich im Holzofen gebacken, und zwar in mehreren Varianten: mit Steinpilzen und Austernpilzen, mit Trüffel, mit getrockneten Tomaten. Chinkali gibt es sowohl klassisch als auch als Mini-Version, mit Kaninchen in Tschkmeruli-Sauce, mit Flusskrebsschwänzen, mit geräuchertem Sulguni. Neben dem Ofen arbeitet der Grill: Auf der Kohle werden Schaschlik aus verschiedenen Fleischsorten, Hähnchen in Honigglasur und Lula-Kebab zubereitet. Unter den warmen Gerichten: Tschkmeruli-Hähnchen, Tschanachi mit Lammfleisch und Paprika, Dolma mit Matsoni, Gnocchi mit Rinder-Pastrami, gegrilltes Wolfsbarschfilet.

Die Dessertecke am Eingang wirkt wie eine Szene aus einer anderen Epoche: Tabletts, Etageren, Spitzendeckchen. Medowik mit Buchweizenhonig, Nüsschen mit Haselnuss und gekochter Kondensmilch, Ptitschje Moloko, das direkt am Tisch mit Schokolade überzogen wird. Die sowjetische Konditoreiästhetik ist hier keine Ironie, sondern Liebe.

Die Barkarte bei Nene ist wie eine Porträtgalerie aufgebaut: Jeder der zehn Autorencocktails trägt den Namen eines Menschen oder Ortes aus der georgischen Kultur. Tussja, Mina, Ninotschka, Bassiani, Chinkali Gimlet. Die Tscha-Tscha kommt mit Adschika statt der üblichen Limette. Bei den alkoholfreien Getränken: Limonaden mit Feijoa und Vanillecreme, Cold Brew aus georgischen Tees, Eistee mit Quitte und Salbei. Die Weinkarte umfasst Positionen von verschiedenen Kontinenten, der georgische Abschnitt enthält Rkaziteli Qvevri, Otskhanuri Sapere und Mukuzani von bewährten Weingütern.