Veriko
2-ya Brestskaya St., 37s1
Öffnet um 12:00
Öffnungszeiten:
Öffnet um 12:00
Montag12:00-00:00
Dienstag12:00-00:00
Mittwoch12:00-00:00
Donnerstag12:00-00:00
Freitag12:00-00:00
Samstag12:00-00:00
Sonntag12:00-00:00
Das Restaurant Veriko in der 2. Brestskaja widmet sich der modernen georgischen Küche: Tornike Khukhua hat hier ein Autorenmenü, ein ausdrucksstarkes Interieur und eine umfangreiche Weinkarte mit georgischem Akzent zusammengestellt.
In diesem Projekt wird das georgische Thema nicht über das gewohnte Set dekorativer Klischees erschlossen, sondern über Farbe, Licht und Details, die sich schrittweise erschließen. Im Saal dominieren warme Töne — von Ziegel- und Bordeauxrot bis Oliv und Senfgelb, an den Wänden findet sich handgemalte Wandmalerei, in der Küche steht ein Ofen mit Muster, und die Bar ist so verborgen, dass der Raum nicht in einzelne Szenen zerfällt. Der Name verweist auf Veriko Anjaparidze, und diese Verbindung zum Theater ist hier eher in der Stimmung als in wörtlichen Zitaten zu spüren.
Nach Meinung unseres Restaurantführer-Teams gibt es hier eine angenehme Atmosphäre und hochwertige georgische Küche, auch wenn das Licht im Saal noch präziser sein könnte und die Auslastung dem Ort bislang nicht mehr Sicherheit verleiht.
Für die Küche sind Maksim Kozma und Irakli Chelidze verantwortlich, die Gesamtausrichtung des Menüs wurde unter der Leitung von Nikita Rendino zusammengestellt. Statt zu versuchen, den Gast mit radikalen Kniffen zu überraschen, greift man hier auf bekannte georgische Geschmäcker zurück und verschiebt die Akzente: Zum Satsivi gibt es eine Version mit Meeresfrüchten, unter den Pchali finden sich nicht nur die gewohnten Gemüsepositionen, Chinkali werden sowohl klassisch als auch in einer kompakteren Form mit Käsesauce serviert. Selbst dort, wo die Basis eines Gerichts europäisch ist, kommen lokale georgische Noten hinzu — durch Gewürze, Kräuter, säuerliche Saucen und Käse.
Besonderes Interesse weckt der süße Teil der Karte, den Mikhail Murzin für das Restaurant entwickelt hat. Er führt die Desserts von der geradlinigen Klassik weg und baut sie auf bekannten Formen mit anderen Geschmäckern auf: Im Tiramisu erscheint Feijoa, im Cheesecake Pelamuschi, und der tiflisische Donut verändert seinen gewohnten Maßstab. Auch die Weinkarte ist mit Charakter aufgebaut: Es gibt einfache Alltagspositionen, einen eigenen Block kleiner Weingüter und einen ernsthafteren Abschnitt mit klassischen Regionen. Unsere Test-Gäste vergaben 7 von 10 Punkten für das Abendessen: Der Ort wird für die Qualität der Küche und die allgemeine Stimmung gelobt, doch wird angemerkt, dass dem Saal noch eine sicherere Auslastung fehlt.