Voda
Petrovka, 17s7
Öffnet um 18:00
Öffnungszeiten:
Öffnet um 18:00
MontagAußer Betrieb
DienstagAußer Betrieb
Mittwoch18:00-00:00
Donnerstag18:00-00:00
Freitag18:00-02:00
Samstag18:00-02:00
Sonntag18:00-00:00
Die Bar «Woda» (Wasser) in der Petrowka, 17s7 — eine verborgene Cocktailbar von Witali Bganzow und Dmitri Rubanenko, ohne Schild und ohne Karte in der Hand. Ein Ort für alle, die wissen, weshalb sie gekommen sind.
Die Bar «Woda» in der Petrowka sucht keine Zufallsgäste. Die Adresse gibt es — Petrowka, 17s7 —, aber den Eingang beim ersten Mal zu finden ist nicht einfach: kein Schild, nur ein kleines, in die Wand eingelassenes Erkennungszeichen an der Tür. Hinter dieser Schwelle liegt ein Raum, den Architektin Julia Ardabjewskaja vom Büro «Korpus» nicht als Bar, sondern als ein Zuhause in der Stadt gebaut hat: ein Ort, an den man nicht wegen Lärm, sondern wegen des Gesprächs kommt.
Eine Bar, die nicht auf Masse setzt. Man hört den Gesprächspartner, die Musik übertönt nichts. Hierher kommt man, wenn man verstehen möchte, was man trinkt, statt einfach nur zu trinken.
Im Inneren zwei Etagen mit grundverschiedenem Charakter. Die untere ist steinern, offen, mit Bar und einem langen, hohen Tisch, an dem man gerne steht und beobachtet, was hinter der Theke passiert. Die obere ist dunkler, geschlossener, mit großen Fenstern und dem Gefühl, dass die Zeit hier langsamer vergeht. Die Trennung ist kein Zufall: Ardabjewskaja orientierte sich an der Logik altmoskauer Kammern, in denen ein steinernes Untergeschoss und ein hölzernes Obergeschoss als zwei verschiedene Welten unter einem Dach existierten.
Hinter der Theke steht ein Team mit Biografie: Chef-Barkeeper und Miteigentümer Witali Bganzow durchlief mehrere bekannte Moskauer Bars, darunter O2 Lounge im The Ritz-Carlton Moscow und Santo Spirito, wo Chef-Barkeeperin Irina Golubjowa zu seiner professionellen Muse wurde. Seine Kollegen an der Theke, Schenja Kasimirow und Andrei Sacharow, sind ebenfalls Namen, die man in der Moskauer Barszene kennt. Zweiter Miteigentümer ist Unternehmer Dmitri Rubanenko.
Eine Karte gibt es hier nicht — weder in Papierform noch an der Wand. Die Barkeeper erzählen mündlich, und dieses Gespräch ist Teil des Erlebnisses. Auf den Regalen stehen bauchige Flaschen: Darin reifen Cocktails direkt im Glas. Alle Bestandteile werden selbst hergestellt — bis hin zum eigenen Gin. Bganzow denkt über Cocktails in der Logik eines Kochs: Verträglichkeit, Saison, Balance. Und ein wenig in der Logik eines Parfümeurs: seltene Gewürze, aromatische Extrakte, Reifung in Bienenwachs. Das Prinzip, zu dem er immer wieder zurückkehrt: Ein Getränk kann innerlich komplex aufgebaut sein und trotzdem im Glas einfach wirken.
Das Essen beansprucht hier keine eigenständige Geschichte — es sind Vorspeisen zu den Cocktails, sparsam und zweckmäßig. Ein Ankerdetail ist das lang fermentierte Brot von Olga Kisseljowa, das zu allem serviert wird.