Antonio Bistro
Kozhevennaya Line, 40E
Öffnet um 12:00
Öffnungszeiten:
Öffnet um 12:00
Montag12:00-23:00
Dienstag12:00-23:00
Mittwoch12:00-23:00
Donnerstag12:00-23:00
Freitag12:00-02:00
Samstag12:00-02:00
Sonntag12:00-23:00
Ein Restaurant von Anton Pinski an der Koschewennaja-Linie — ein Ort, an dem Comfort Food in der Lesart von Chef Michail Bobyljow auf eine Sommerterrasse am Wasser, Autorencocktails und DJ-Sets bei Sonnenuntergang im «Sewkabel Port» trifft.
Antonio Bistro ist ein Projekt des Holdings Pinskiy&Co im «Sewkabel Port», in dem die gastronomische Idee von Anton Pinski einen eigenen Namen und eine eigene Adresse erhielt. Das Menü ist hier um die persönlichen Geschmacksvorlieben des Gastronomen aufgebaut: das Beste aus verschiedenen Küchen des Holdings, neu gedacht von Chef Michail Bobyljow im Format eines zugänglichen, aber bis ins Detail durchdachten Bistros. Der Raum am Wasser gibt seinen eigenen Rhythmus vor — Frühstück, Mittagessen, ein Abend mit Wein oder eine Nacht bei einem DJ-Set fügen sich hier gleichermaßen organisch ein.
Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist Antonio Bistro ein seltener Fall, in dem «Zugänglichkeit» keinen Kompromiss bedeutet: Hinter jedem Gericht spürt man die Hand eines Chefs mit eigener Haltung.
Michail Bobyljow baut die Küche um eine einfache, aber grundsätzliche Idee auf: Essen soll ehrlich sein. Als Finalist von WhereToEat in der Kategorie «Bestes Frühstück» und Brand-Chef des Restaurants Veter verkompliziert er nicht — er wählt das Produkt präzise aus und justiert die Balance. Im Antonio Bistro liest sich das in jedem Menüabschnitt: Die Tomatensuppe mit Parmesan-Mousse balanciert zwischen Säure und Cremigkeit, die Entenkeule Confit mit gebackenem Apfel hält den Kontrast von langsamem Garen und natürlicher Süße, und das cremige Risotto mit Jakobsmuschel steht dem satten, fast samtigen Risotto mit Rinderbacke gegenüber — zwei Gerichte derselben Kategorie, aber mit völlig unterschiedlichem Charakter.
Die mediterrane Linie im Menü ist nicht in sich geschlossen: Die japanische Rollentechnik ist so in den Gesamtkontext eingewoben, dass sie nicht aus der Logik des Ortes herausfällt, sondern als eine weitere Art funktioniert, über Frische und Geschmacksbalance zu sprechen. Leichtigkeit ist der gemeinsame Nenner für den größten Teil der Karte, und das ist kein Zufall: Das Restaurant steht am Wasser, und das Essen muss hier der Luft draußen entsprechen.
Die Dessertvitrine ist ein eigener Anziehungspunkt. Margarita Arsamasowa, die die Schule der spanischen Konditoren Jordi Bordas und Miquel Guarro durchlaufen hat, baut den süßen Teil des Menüs als Dialog zwischen klassischer Form und unerwarteter geschmacklicher Wendung auf. Kein Dessert existiert als Illustration des Gewohnten — jedes hält etwas fest, das dazu bringt, innezuhalten und noch einmal zu probieren. Die Signature-Pralinen setzen diese Logik bereits im Format eines kleinen Souvenirs mit dem Geschmack des Ortes fort.
Die Cocktailkarte von Chef-Barkeeper des Holdings, Imam Gadschimagomedow, und die Weinauswahl von Sommelier Alexander Kutscherow reimen sich auf die Gesamtstimmung: nichts Schweres, viel Spiel mit Aromen und Texturen. Die Weine werden im Format by the glass angeboten — so, dass man sich nicht an eine Flasche bindet, sondern sich mit dem Abend mitbewegt. Sommer-Cocktails mit Erdbeere und Oolong weichen wärmeren, Cognac-artigen Variationen — die Karte ist wie ein Wechsel der Tageszeiten geschrieben.
Das Interieur — weiße Tischdecken und Grün vor dem industriellen Hintergrund des «Sewkabel» — versucht nicht, mit dem Ausblick draußen zu konkurrieren, sondern ergänzt ihn. Die Terrasse mit lebenden Pflanzen setzt den Saal auf die Straße fort, und die Grenze zwischen «innen» und «außen» ist hier bedingt. Antonio Bistro existiert in der Logik des Ortes, nicht gegen ihn — und darin liegt wohl der Haupttreffer des Projekts.