

In Sotschi konkurriert ein Restaurant fast immer mit dem Meerblick. Gewinnt am Ende die Küche, die sich hinter der schönen Kulisse nicht verliert.
Die besten Restaurants von Sotschi 2026 sind nicht nur ein Abendessen am Wasser. In der Stadt gibt es eine italienische Villa mit eigener Pastamanufaktur, ein Waldanwesen im Nationalpark, ein Restaurant-Bäckerei-Konzept in Chosta, Schwarzmeerküche mit eigenem Gewächshaus und Projekte der White Rabbit Family, bei denen Feuer, Fisch und südliche Produkte wichtiger sind als Kurort-Dekor. Sotschi verführt leicht mit seiner Aussicht, aber in den guten Adressen hält der Tisch der Konkurrenz mit dem Meer stand. In dieser Auswahl stehen acht Restaurants, in die man nicht nur geht, um „schön zu sitzen“: Mal lohnt sich die Reservierung der Veranda, mal die Meeresfrüchte, mal der Start mit Frühstück, mal der große Tisch für Gerichte vom Feuer.
Loona Sochi ist die Sotschier Villa des AVA Teams, in der das italienische Thema auf das Meer trifft. Im Erdgeschoss gibt es eine offene Küche, einen Weinraum und eine Pastamanufaktur: Die hausgemachte Pasta entsteht vor den Augen der Gäste. Im ersten Stock liegt eine halbrunde Bar mit Eisvitrine und Wasserblick, weshalb das Restaurant tatsächlich an das Deck eines Kreuzfahrtschiffs erinnert. Auf der Karte stehen mediterrane Küche, italienische Produkte, Arborio-Reis für Risotto und täglich frische Pasta. Die Desserts sind ein eigener Grund, nach dem Abendessen zu bleiben: von Mandel-Tortellini bis zu Mohn-Tiramisu.
Mamai-Calé liegt im Wald, auf dem Gelände eines Nationalparks, und unterscheidet sich damit sofort von den Restaurants am Meer. Das Projekt von Elena Mikschis nimmt ein großes Kolonialanwesen mit Panoramafenstern ein, dazu ein Garten mit Tausenden Pflanzen, Terrassen, Pavillons und ein Bach. Hier lässt sich leicht nicht nur ein Abendessen, sondern fast ein ganzer Tag verbringen: Pool, Meeresfrüchte, ein Glas Wein, Musik, Kino unter freiem Himmel. Für die Küche verantwortlich sind Andrey Koschkodan und Maxim Mikschis. Auf der Karte stehen europäische Klassiker und zentralasiatische Familienrezepte, ohne mit der Natur ringsum zu konkurrieren.
REMY Kitchen Bakery in Chosta liegt auf dem Gelände des Sanatoriumskomplexes „Kristall“ und gibt sofort ein ruhiges Kurorttempo vor. Der Raum ist wie ein Baumhaus gestaltet: Holz, Stein, Keramik, weiches Licht, karierte Tischdecken, leichte Vorhänge und eine Bäckereitheke direkt im Saal. Die Küche leitet Ruslan Poljakow. Hier verbinden sich Restaurant und Bäckerei: morgens Croissants, Chouxgebäck, Sauerteigbrot und Kaffee, abends Josper-Grill, Pasta, Pizza, Fisch, Fleisch und Gemüse. Eine gute Adresse für ein Frühstück, das man nicht schnell beenden möchte.
Baran-Rapan hält seit 2015 an der Schwarzmeerküche fest, wurde nach der Renovierung 2021 aber deutlich anspruchsvoller. Im Erdgeschoss gibt es lokale Produkte, eine ruhige Bestuhlung und klare Gerichte; das erste Obergeschoss eignet sich eher für einen besonderen Abend und Experimente. Im Sommer öffnet die Veranda zwischen Palmen. Küchenchef Andrey Grjasew arbeitet mit saisonalen Produkten, von denen ein Teil aus dem eigenen Bio-Gewächshaus kommt. Auf der Karte stehen eine Raw-Bar, Fleisch, Meeresfrüchte, der Josper-Grill, Kaviar und frischer Fisch. Die Weinkarte betreut Maxim Kotschnew, der Anerkennung von Wine Spectator und WHERETOEAT South erhielt.
Gorynych in Sotschi ist ein Projekt der White Rabbit Family rund um Feuer, Öfen und großen südlichen Appetit. Innen gibt es viele märchenhafte Details: Holztische, Sofas mit Feuervögeln und Ornamenten, Wandbilder im Stil von Iwan Bilibin, ein riesiger Ofen in der Mitte. Im ersten Stock liegt eine Terrasse mit Blick auf Meer und Schiffe. Küchenchef Jewgeni Kotschetkow kocht auf dem Grill, im Josper und im Smoker: Steaks, Rippen, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse mit asiatischen Saucen, Avocado mit Chimichurri, Kartoffeln mit Pfifferlingen. Ein lautes, großzügiges Restaurant, das sich gut für ein Abendessen in Gesellschaft eignet.
Plakuchaya Iva ist ein Sotschier Restaurant der White Rabbit Family in der Ulitsa Voykova, im Zentrum der Altstadt. Der Raum erinnert an eine elegante Yacht: helle Töne, Panoramafenster, lackiertes Holz, breite Sessel, weiße Tischdecken, Fischreliefs und Hunderte Gläser über der Theke. Von der grünen Veranda aus sieht man die Stadt und den Hafen. Die Karte unter der Leitung von Wladimir Muchin baut auf Fisch und Meeresfrüchten auf: Austern, Garnelen, Seeigel, Sushi, Sashimi, Rotbarbe, Steinbutt, Pasta, Risotto. Die Weinkarte ist hier keine Ergänzung, sondern Teil des Abendessens.
Morskoj knüpft an das Restaurant an, das in diesem Gebäude bereits in den 1950er-Jahren eröffnete. Die Geschichte lebt nicht nur im Namen weiter: Der Brunnen mit dem Mädchen und dem Fisch wurde restauriert, und das Interieur wurde fast theatralisch gestaltet. Der Hauptsaal erinnert an eine Unterwasserwelt mit Algen-Kronleuchtern, geschwungenen Möbeln, Quallen-Kunstobjekten und Blick auf die Marina; der zweite Saal ähnelt eher einer Kajüte. Küchenchef Ilja Sacharow führt die Karte zwischen Europa und Asien: Sushi, Sashimi, Rollen, Tartar, Vitello tonnato, Oktopus, eine Raw-Bar mit Austern, Kaviar und Krabbe. Die Veranda funktioniert am besten an einem warmen Abend.
Chyo? Harcho! an der zentralen Uferpromenade ist ein bodenständiges Restaurant der White Rabbit Family für südliche Küche und kaukasische Tafelrunde ohne überflüssige Förmlichkeit. Innen gibt es Korbstühle, frische Blumen, hohe Decken, Grün am Eingang und Musik; die Veranda steht zwischen Palmen. Für die Küche verantwortlich ist Wladimir Muchin. Die Produkte kommen von lokalen Höfen und Betrieben: Lamm aus Dagestan, Forelle aus den Bächen des Kaukasus. Auf dem Feuer werden Schaschlik und Lula-Kebab gegrillt, Gemüse geröstet; auf der Karte stehen ein Grand-Tschebureki, Rotbarbe, Chinkali und adscharisches Chatschapuri. Ein guter Ort für einen Zwischenstopp nach dem Spaziergang an der Promenade.
26.07.2026