Ima an der Warwarka ist ein japanisches Restaurant beim Park «Sarjadje», in dem Chef Takumi Wada das Menü rund um Saisonalität, Dashi und präzise Temperaturarbeit aufbaut — mit Fisch und Reis, die direkt aus Japan geliefert werden.

Der Name des Restaurants Ima bedeutet auf Japanisch «jetzt» — und das ist kein bloß schöner Slogan, sondern ein Arbeitskonzept, das alles durchdringt: von der Art der Gerichtpräsentation bis zur Barphilosophie. Das nur wenige Schritte vom Park «Sarjadje» an der Warwarka gelegene Restaurant ist vom Geist her kammermusikalisch und in der Ausführung akribisch. Chef Takumi Wada widmete der japanischen Gastronomie mehr als drei Jahrzehnte — und das spürt man in jedem Detail: in der Arbeit mit der Dashi-Brühe, in der Reifung von Fisch und Fleisch, in der Kontrolle der Temperatur von etwa 60°C, die nicht zum technischen Kniff wird, sondern Teil des Küchenrituals.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist Ima ein seltener Fall, in dem die Philosophie des Ortes nicht von dem abweicht, was auf dem Teller passiert.

Die Produktbasis des Restaurants ist nach dem Prinzip des punktuellen Imports aufgebaut: Thunfisch, Wasabi, Algen und Reis kommen aus Japan, während die übrigen Zutaten von bewährten russischen Erzeugern geliefert werden. Im Menü stehen Nigiri-Sushi, Tataki, Gyoza, Udon und Gerichte aus dem Bereich Kushiyaki nebeneinander. Unter den bemerkenswerten Positionen — Unaju-Reis mit Aal, Hamachi-Backen mit eingelegten Hajikami-Ingwersprossen und Kinki Nitsuke. Ein eigener Bereich ist dem Teppan gewidmet: Daran arbeitet Igor Kim in einem speziell dafür vorgesehenen Bereich für fünf Gäste — ein Format, das das Abendessen einer geschlossenen gastronomischen Performance annähert.

Die Barkarte ist mit derselben Konsequenz aufgebaut wie die Küche. Mehr als 37 Sake-Sorten, acht Autorencocktails von Daniil Manussjanz, rund 250 Weinetiketten mit Schwerpunkt auf Weiß- und Schaumweinen — und handgeschlagenes Eis als Detail, das die meisten Gäste nicht bemerken werden, das aber von der Einstellung zum Handwerk zeugt. Das Servieren der Getränke mit beiden Händen ist keine Theatralik, sondern Teil des Gesamtrhythmus des Ortes.

Das Interieur entwarf das Team von Jewgenija Uschegowa. Im Raum finden sich Motive japanischer Fensterläden und Tansu-Möbel, handgefertigte Vasen, Stein, lebende Blumen und Feuer auf den Säulen. Ein goldener Karpfen — Symbol des Augenblicks, ins ideologische Zentrum des Dekors gerückt — vollendet das Bild eines Ortes, der bewusst das Tempo drosselt und dazu einlädt, sich auf das zu konzentrieren, was hier und jetzt geschieht.