Kaifuso

Kuznetsky Most, 6/3s3

Heute geschlossen

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Öffnungszeiten:

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Ein Projekt von Arkadi Nowikow am Kusnezki Most verbindet chinesische und japanische Küche unter der Leitung von Brand-Chef Mark Schah Akbari — in einem Raum mit bemalten Wänden und der Logik eines Restaurant-Clubs, in dem der Abend zur Nacht hin von selbst zu etwas Größerem wird.

Kaifuso belegt das Untergeschoss am Kusnezki Most, 6 — im selben Gebäude wie die französische Brasserie ein Stockwerk höher. Arkadi Nowikow suchte für diesen Raum bewusst eine andere Sprache: keine europäische, sondern eine östliche. Als Orientierung diente das Londoner Park Chinois mit seinen Anspielungen auf die Kultur der Shanghaier Nachtclubs — eine sinnliche, etwas geschlossene Atmosphäre, in der man beim Abendessen immer die Nacht spürt. Der Name selbst ist eine Anspielung auf eine antike japanische Gedichtsammlung, die zur Brücke zwischen chinesischer und japanischer Tradition wurde. Genau diese Idee des Dialogs zweier Kulturen wurde hier in Gastronomie übersetzt.

«Der Raum selbst gab die richtige Stimmung vor — die Proportionen, der Ziegel, etwas nicht Greifbares, Orientalisches in der Luft. Mir hat diese Ästhetik immer gefallen: sinnlich, mit einem Hauch von Geheimnis.» — Arkadi Nowikow, Gastronom.

Für die Küche sind zwei eigenständige Richtungen verantwortlich. Die chinesische — in den Händen einer Kochfamilie aus Shenyang: Chef Liu Xueyan arbeitet gemeinsam mit ihrem Ehemann und Verwandten so, wie es zu Hause üblich ist — von Hand, ohne Kompromisse mit der Tradition. Dim Sum werden hier direkt geformt, Peking-Ente und Rindfleisch mit schwarzem Pfeffer stammen aus demselben Arsenal häuslicher Kochkunst. Die japanische Richtung baut auf anderer Logik auf: minimaler Eingriff, maximale Aufmerksamkeit für den Fisch. Sushi-Bar, Sashimi, und von den warmen Gerichten — schwarzer Kabeljau, in Miso gereift, sowie marmoriertes Wagyu-Rindfleisch. Brand-Chef Mark Schah Akbari hält beide Linien im selben Register, ohne sie zu Eklektik verschmelzen zu lassen.

Das Interieur ist die Arbeit des Büros von Jewgenija Uschegowa, bekannt durch «Aist» und die Brasserie am Kusnezki. Hier hat sie den Raum wie eine Schatulle aufgebaut: Wände und Decke sind von Hand bemalt — Vögel, Blumen, Ornamente, abgelesen von chinesischen Seidenpanels. Sofas, Wandschirme aus Nussbaum — alles bis ins letzte Detail ist maßgefertigt. Das Gefühl von Geschlossenheit und Dichte ist bewusst gewählt.

Unsere Testesser gaben 8 von 10 Punkten für den Cocktail — für die Präzision des Geschmacks und dafür, wie sich die Barkarte auf die gesamte orientalische Stimmung des Ortes reimt.

Mit Einbruch der Nacht ändert das Restaurant seinen Rhythmus: Das Licht wird gedimmt, die Musik wird tiefer, und die Grenze zwischen Abendessen und Club löst sich allmählich auf. Genau das ist die Hauptidee — nicht nur zu essen, sondern einen Raum zu betreten, der nach seiner eigenen Zeit lebt.