Multiculture

Restaurant

Prechistenka, 24/1

Geöffnet bis 23:00

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Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 23:00

  • Montag09:00-23:00

  • Dienstag09:00-23:00

  • Mittwoch09:00-23:00

  • Donnerstag09:00-23:00

  • Freitag09:00-23:00

  • Samstag09:00-23:00

  • Sonntag09:00-23:00

Das Restaurant «Multikultura» an der Pretschistenka wurde von Maxim Polsikow eröffnet — dem Schöpfer von «Rybtorg». Brand-Chef Anton Tichi bereitet eine Küche zu, in der sich Rezepte verschiedener Völker zu einem Gericht verbinden: spanisch, russisch, aserbaidschanisch, nahöstlich — alles an einem Tisch. Das Interieur befindet sich in einem historischen Gebäude, das der Legende nach Bulgakow zum Kalabuchow-Haus inspirierte.

Das Gastrobistro «Multikultura» eröffnete im Frühjahr 2025 an der Pretschistenka, 24/1 — in einem Haus aus den frühen 1900er Jahren, das gemeinhin als Vorbild für das Kalabuchow-Haus aus «Hundeherz» gilt. Das Projekt gründete Maxim Polsikow — der Gastronom hinter «Rybtorg» am Patriarchenteich, 2022 vom Michelin-Guide ausgezeichnet. Als Partner trat der Finanzier Michail Poljakow auf. Die Küche leitet Brand-Chef Anton Tichi, den Stammgäste von «Rybtorg» gut kennen.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist der Ort für Moskau ungewöhnlich: eine offene Küche mit großer Insel, gedämpfte Töne, Terrakotta und lebende Pflanzen erzeugen das Gefühl eines fremden, aber sehr gastfreundlichen Hauses.

Das Konzept von «Multikultura» ist aus der Familiengeschichte Polsikows gewachsen — eines Menschen mit Wurzeln in mehreren Kulturen zugleich. Das Menü macht daraus keine Exotik: Es ist so aufgebaut, dass vertraute Gerichte einen unerwarteten Kontext erhalten. Ensalada Rusa ist ein «Olivier» auf spanische Art, aber mit baltischem Aal. Lula besteht nicht aus Lammfleisch, sondern aus fernöstlicher Jakobsmuschel, was an die aserbaidschanische Stör-Tradition anknüpft. Borschtsch mit Ente wird direkt vor dem Gast zusammengestellt — nicht als Attraktion, sondern als Möglichkeit zu zeigen, woraus er besteht. Das ist eine Küche, in der die Grenzen zwischen nationalen Traditionen bewusst verwischt werden.

Der Raum ist kammermusikalisch — nur 55 Plätze —, aber nicht eng. Historischer Stuck steht neben Fliesen, inspiriert vom Dekor des Ipatjew-Klosters, und einem aserbaidschanischen Teppich an der Wand. Die visuelle Sprache des Interieurs entsteht nicht aus musealer Genauigkeit, sondern aus dem Gefühl eines Hauses, in dem Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt gelebt haben. Separat existiert ein Teebereich für 12 Personen — für geschlossene Treffen und Verkostungen. Das Logo für das Restaurant schuf der Plakatkünstler Andrei Logwin.

Die Weinkarte wurde von einem Sommelier mit Erfahrung in mehreren bekannten Moskauer Restaurants zusammengestellt — mit Akzent auf organische und biodynamische Positionen kleiner Familienweingüter. In der warmen Jahreszeit öffnet eine Veranda unter einer Markise entlang der Fassade des historischen Gebäudes.

Unsere Testesser gaben 6 von 10 Punkten für das Abendessen — Konzept und Atmosphäre überzeugen, doch die Küche ist noch uneinheitlich: Borschtsch mit Ente und der Gemüsesalat mit Estragon bleiben in Erinnerung, während manche Positionen noch Feinschliff brauchen. Für ein Gastrobistro an der Pretschistenka mit einer solchen Geschichte im Rücken ist das eher eine Frage der Zeit.