Tyurki Diner
Nebesny Boulevard 1k1, ALIA residential complex
Das erste Projekt von Folk Team außerhalb des Zentrums — ein Mix aus Diner und türkischer Küche. Tandoor, Kasan, Baklava aus 20 Schichten Filoteig und Cocktails mit Safran und Rose.
Wenn eine Restaurantgruppe mit fünf erfolgreichen Projekten im Zentrum Moskaus plötzlich ein sechstes bei der Metrostation «Spartak» eröffnet — wirft das Fragen auf. Doch es reicht, einen Abend im «Tjurki Diner» zu verbringen, um die Logik zu verstehen: Das Viertel wächst, und Folk Team möchte mit ihm wachsen. Vom Geist her erinnert der Ort an ein amerikanisches Diner der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, nur statt Burger und Milchshakes gibt es Kebabs aus dem Tandoor und Sour mit Rosenblütenblättern.
Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist der Schritt von Folk Team über den TTK hinaus ambitioniert und untypisch. Alles deutet darauf hin, dass sich das Format zu einer Kette entwickeln könnte.
Morgens riecht es hier nach frisch gemahlenem Specialty-Kaffee und warmem Gebäck — der Kaffeebereich mit Süßigkeiten und türkischem Tee ist in Betrieb. Zum Abend hin baut sich der Saal um: Die offene Küche wird angeworfen, der Barkeeper beginnt Autorencocktails zu mixen, und «Tjurki» verwandelt sich in ein vollwertiges Restaurant mit orientalischem Charakter. Am Wochenende kommen Familien hierher — der Kinderbereich und Workshops für die jüngeren Gäste setzen die Tradition fort, die Folk Team bereits in ihrem ersten Projekt begründet hat.
Hinter der Theke der offenen Küche — Tandoor, Mangal und Kasan. Genau das Feuer gibt den Ton für das gesamte Menü vor: Das Hähnchen gart langsam im Lehmofen, Lammschaschlik wird auf kurzen Spießen nach usbekischer Art gegrillt, und der Reis für den Plow schmort bis zum charakteristischen rauchigen Geschmack. Daneben werden Manti geformt und Teig für Samsa ausgerollt. Von den Suppen lohnt sich der dichte Bosbasch — Lammfleisch, Backpflaume und Apfel ergeben einen überraschend delikaten Geschmack. Alle Saucen und Mezze werden hier direkt fermentiert.
Ein eigener Stolz ist die Konditorei. Die klassische türkische Baklava wird aus zwanzig Schichten handgezogenen Teigs zusammengesetzt: Ein Teil der Arbeit übernimmt eine aus Istanbul mitgebrachte Maschine, doch das finale Ausziehen erfolgt von Hand. Die Bakuer Variante mit Walnuss und Cashew, ein Safran-Tres-Leches, Medowik auf Thymian und ein Mousse mit Halva und Kornelkirsche — die gesamte Produktion ist hauseigen, ohne Halbfertigprodukte. Die Barkarte baut auf der Neuinterpretation vertrauter Formate auf: Der Gimlet wird hier mit usbekischen Zitronen zubereitet, und der Espresso Martini auf dichtem türkischem Tee mit Granatapfelsirup statt des klassischen Kaffeelikörs.
Der Raum ist als Reise zwischen zwei Welten gestaltet. Auf der einen Seite — Lederbänke und verchromte Akzente des Diners. Auf der anderen — Wände in der Farbe reifer Aprikosen, gemusterte Bodenfliesen, individuell gefertigte Glasfenster mit Sternmotiv und Leuchten, die an die Tiffany-Epoche erinnern. Die wichtigsten Kunstobjekte: eine mehrfarbige Buntglas-Lichtbox an der Grenze zwischen Küche und Bar sowie ein Weinschrank, inspiriert von den geschnitzten orientalischen Mascharabija-Balkonen.