Das Restaurant Patriki an der Malaja Bronnaja ist ein Projekt des Gastronomen Anton Pinski und der Küchenchefs Istomin und Lossew. Kosmopolitisches Comfort Food in einem 28-Plätze-Saal an den Patriarschi-Teichen.

Achtundzwanzig Plätze, riesige Fenster zur Malaja Bronnaja und das Gefühl eines Ortes, der seinen Wert kennt — das ist der erste Eindruck von Patriki. Das Interieur entwarf Designerin Irina Glik: Oliv-, Grau- und natürliche Beigetöne fügen sich zu einer zurückhaltenden, bürgerlichen Eleganz ohne überflüssige Details. Die offene Küche ist in die Tiefe des Saals verlegt — der Gast entscheidet selbst, wohin er blickt. Osterei für Ortskundige: beleuchtetes Schilfrohr verweist auf die Wasserfläche des Patriarchenteichs, und ein großer Spiegel wiederholt die Silhouette des berühmten Pavillon-Bogens. Tagsüber strömt Licht durch die Panoramafenster; abends schließt sich der winzige Saal in sich — eine gemütliche, leicht von der Stadt abgesonderte Schatulle.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist Patriki einer der besten Orte an den Patriarschi für ein frühes Frühstück oder ein schnelles Mittagessen.

Das Menü baut auf dem Prinzip der Neuinterpretation auf: ein bekanntes Motiv wird genommen — und genau so weit verdreht, dass es überrascht, ohne anzugeben. Ein Signature-Beispiel: Sushi ohne Reis — Krabbenfleisch ersetzt das Reispolster, darauf dünne Meeresfrüchte-Scheiben, alles mit Nori umwickelt. Serviert wird auf Tellern mit absichtlich kitschigen Röschen — eine Anspielung auf sowjetisches Porzellan, die sich genau richtig dosiert als Scherz lesen lässt. Unter den weiteren Positionen: Langusten mit Tomatenkonfitüre, Rindercarpaccio mit Sauerampfer und Meerrettich, junger Kohl mit Krabbe, roher Lachs mit Heidelbeere. Bei den Hauptgängen sticht geschmorte Pute Parmigiana mit Trüffelpüree hervor.

Die Testesser vergaben 9 von 10 Punkten für das Abendessen — für die Präzision in den Details: Die Gerichte wurden strikt in der Reihenfolge der Gänge und gleichzeitig für den ganzen Tisch serviert, ohne Hektik. Das Frühstück erhielt dieselbe Bewertung — 9 von 10.

Die Barkarte ist eine Eigenentwicklung der Küchenchefs, nicht eines separaten Barteams. Die Cocktails sind als gastronomisches Pendant zum Essen aufgebaut: einige zu rohem Fisch und Meeresfrüchten, andere zu Fleischgerichten. Klassiker wie Whiskey Sour und Bellini stehen neben Positionen mit japanischem Pflaumenwein oder französischem Champagner.

Das Publikum bei Patriki ist ein Miniaturquerschnitt der Patriarschi: Stammgäste des Viertels, angereiste Modebewusste, gesprächige Gruppen. Das Restaurant ist das zweite Projekt desselben Trios nach AVA, das sich buchstäblich hinter der Wand befindet. Beide Adressen sind längst Teil der inoffiziellen Karte des Viertels geworden.