Café XVII
Lva Tolstogo St., 10s2
Öffnet um 12:00
Öffnungszeiten:
Öffnet um 12:00
Montag12:00-20:00
Dienstag12:00-20:00
Mittwoch12:00-20:00
Donnerstag12:00-20:00
Freitag12:00-20:00
Samstag12:00-20:00
Sonntag12:00-20:00
Die Kaffeestube XVII liegt im Hof der „Palaty na Lva Tolstogo“ in Chamowniki – einem denkmalgeschützten Gebäude in der Lev-Tolstoy-Straße 10s2, wo die Geschichte des Viertels auf zeitgenössisches Kulturleben trifft.
Der Hof der „Palaty na Lva Tolstogo“ ist einer jener Winkel von Chamowniki, in den man nur schwer zufällig gerät. Das steinerne Gebäude, das hier seit vorpetrinischer Zeit steht, war einst das Verwaltungs- und architektonische Zentrum der Weberei-Sloboda. Heute finden im Inneren Vorträge, Kinderprogramme und Kunstprojekte statt, und im Hof unter freiem Himmel arbeitet die saisonale Kaffeestube XVII. Das Interieur des Raums haben Architektin Varvara Shalito und Designerin Valeria Nesterenko neu gedacht: Alte Gewölbe treffen auf warmes, gestreutes Licht, eine tiefe Grünpalette und Werke zeitgenössischer russischer Künstler.
Nach Einschätzung des Teams unseres Restaurantführers geht es bei XVII vor allem um den Standort: Der Hype um den Ort erklärt sich durch den authentischen Hof und die fotogene Atmosphäre.
Die Karte baut auf russischen kulinarischen Motiven auf, ohne der Tradition wörtlich zu folgen. Buchweizen-Blini stehen neben gekühltem Gazpacho mit Schafsfeta und Pesto; Wassermelone wird mit Kornelkirschenhonig und Pistazien-Dukkah serviert. Bei den Getränken: Kirsch-Cold-Brew, kalter Tschaga-Tee, Birkeneis nach japanischer Technik mit Sauerklee. Bei den alkoholischen Positionen: Cidre und Lager. All das ergibt das Bild, wie sich eine städtische Kaffeestube im vorrevolutionären Moskau angefühlt haben könnte – ohne historische Strenge, aber mit wiedererkennbaren Details.
Der kleine Hof ist gleichzeitig fotogen und intim geworden: Man kommt hierher zu Geschäftstreffen, zu Verabredungen und für Content. Wer filmen oder fotografieren möchte, plant besser Zeit gleich zur Öffnung ein – von Tag zu Tag werden es hier merklich mehr Menschen. Der Ort ist saisonal und öffnet bis zum Ende des Sommers, was ihm zusätzlichen Wert verleiht – hier gibt es kein Gefühl von Dauerhaftigkeit, nur eine Sommerepisode in einem historischen Hof.