Lucky Izakaya ist eine asiatische Gastro-Bar der Lucky Group an der Bolschaja Nikitskaja, deren Konzept von Brand-Chef Glen Ballis geprägt wird, während Wassili Saizew die Küche leitet: Robata, eine Raw Bar mit japanischem Produkt und Cocktails mit östlichen Destillaten in einem minimalistischen Raum mit offenem Feuer.

Eine Izakaya ist in der japanischen Kultur kein Restaurant im gewohnten Sinne, sondern etwas zwischen Bar und gastronomischem Beisammensein: ein Ort, an den man ohne besonderen Anlass kommt, länger bleibt als geplant und mit den Händen isst. Genau dieses Format bildet die Grundlage von Lucky Izakaya — einem Projekt der Lucky Group an der Bolschaja Nikitskaja. Brand-Chef Glen Ballis, der jahrelang in Singapur gearbeitet hat und die asiatische Streetfood-Küche von innen kennt, hat das Konzept um reinen Geschmack und hochwertige Produkte herum aufgebaut. Küchenchef Wassili Saizew — mit Erfahrung aus Praktika in Hongkong und Peking — setzt es jeden Tag in der Küche um.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers hat Lucky Izakaya einen ganz eigenen Vibe: laut, lebendig, besonders gut am Freitagabend in Gesellschaft.

Die Karte ist um mehrere Achsen aufgebaut. Die Raw Bar ist der Hauptbereich: Sushi, Sashimi, Handrolls und Tataki mit Kamtschatka-Krabbe, färöischem Lachs, Hamachi und Big-Eye-Thunfisch aus Japan. Die Handrolls werden hier traditionsgemäß von Hand gerollt, ohne Bambusmatte. Der Bereich Robata und Kushiyaki bietet Gerichte vom flachen Grill und offenem Feuer, darunter Heilbutt mit Avocado und Miso. Zu den Gerichten, für die man immer wieder zurückkommt, gehören das japanische Sandwich Katsu Sando, der Wagyu-Burger und Sushi mit warmer Jakobsmuschel, bei dem Reis und Wasabi Kizami den Geschmack des Produkts nicht überdecken, sondern hervorheben.

Die Barkarte ist ein eigener Grund für einen Besuch. Japanische Lagerbiere stehen neben einer breiten Sake-Auswahl, und bei den Spirituosen finden sich taiwanesische, chinesische und japanische Destillate. Chef-Barkeeper Maxim Gorelik und Bar-Manager Artur Mirassow haben die Cocktailkarte in zwei Register gegliedert: intensive Drinks mit ausgeprägt östlichem Charakter — und leichte, fast durchsichtige für einen langen Abend. Jeder Cocktail verweist auf die Symbolik der japanischen Numerologie.

Das Interieur wurde vom Studio Sundukovy Sisters entworfen. Im Inneren herrscht ein Gefühl von Zurückhaltung ohne Askese: Der Blick verweilt auf der Textur restaurierter Balken, auf dem warmen Schein des offenen Feuers, auf den Falconnier-Glasbausteinen, die das Licht auf unerwartete Weise brechen. Terrakotta-Putz im Küchenbereich, dunkles Holz, kühler Beton — all das schafft keine Gemütlichkeit nach Lehrbuch, funktioniert aber trotzdem. 19 Plätze entlang der niedrigen Theke bieten direkten Kontakt zur Küche — von hier aus sieht man Saizew bei der Arbeit. Im Sommer öffnen sich die Panoramafenster, und die Grenze zwischen Saal und Bolschaja Nikitskaja verschwindet.

Unsere verdeckten Gäste vergaben 7 von 10 Punkten für das Abendessen — für die konstante Produktqualität in der Raw Bar und ein Küchenniveau, das neben der Atmosphäre nicht untergeht. Ein Cocktailabend hier ist eine eigene Geschichte: Für das Barprogramm verdient der Ort 8 von 10 Punkten.