Soma
Petrovsky Boulevard, 14
Geöffnet bis 02:00
Öffnungszeiten:
Geöffnet bis 02:00
Montag12:00-00:00
Dienstag12:00-00:00
Mittwoch12:00-00:00
Donnerstag12:00-00:00
Freitag12:00-02:00
Samstag12:00-02:00
Sonntag12:00-00:00
Projekt von Oleg Zoi, Pascha Niz, Mischa Pugatschow und Witali Kutschura in einem Herrenhaus am Petrowski-Boulevard. Signature-Küche, eine starke Cocktailkarte und Berliner Atmosphäre mitten in Moskau.
Soma befindet sich in einem alten Herrenhaus am Petrowski-Boulevard — eben jenem, in dem in vorrevolutionärer Zeit die Geburtstage von Turgenjew und Dostojewski gefeiert und die Hochzeit von Tschaikowski begangen wurden. Heute erhielten die historischen Wände eine neue Rolle: Architekt Gosha Aigunjan teilte den Raum in drei Säle mit dem Charakter unterschiedlicher Epochen. Der «Saal der Vergangenheit» bewahrte Säulen, Ziegelmauerwerk und Monier-Gewölbe. Der «Saal der Zukunft» ist sein völliges Gegenteil: ein Torbogen-Portal, ein schwebendes Lichtband und eine Spiegelkugel. Dazwischen liegt der «Saal der Gegenwart» mit offener Küche, wo man die Arbeit der Köche beobachten kann.
Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist Soma wie Berlin im Zentrum Moskaus: Hier entsteht das vollständige Gefühl, sich irgendwo außerhalb Russlands zu befinden, und genau diese Atmosphäre macht den Ort besonders.
Für die Küche verantwortlich ist Küchenchef Artjom Tschudnenko, dem unser Team mit aufrichtigem Respekt begegnet — er liefert beständig ein herausragendes Ergebnis. Das Menü baut auf einer Mischung von Stilen mit Akzent auf lokale Produkte auf: Rinderzunge mit gebratenem Romanesco und Pfeffersauce, Orzo mit Jakobsmuschel und Pilzcreme, Risotto Cacio e Pepe mit Oktopus, Ei nach schottischer Art mit Langustinen. Das Essen hier ist bekömmlich, aber mit eigenem Charakter — jedes Gericht ist durchdacht und ruft angenehme Überraschung hervor. Unsere Testesser bewerteten das Abendessen mit 7 von 10 Punkten.
Das Cocktailprogramm von Chef-Barkeeper Mischa Pugatschow entwickelt sich in drei Richtungen: Früchte und Beeren, Kräuter und Wurzeln, Pilze mit Fermentierung. Jedes Getränk erhält seine laufende Nummer, und mit neuen Kollektionen wird die Zählung nicht zurückgesetzt — die beliebtesten Positionen bleiben im «Archiv». Für die Cocktails vergaben unsere Testesser solide 8 von 10 Punkte. Die Weinkarte kuratiert Sommelière Olga Jerochina: Besondere Aufmerksamkeit verdient die Champagner-Auswahl — von den großen Häusern bis zu seltenen Récoltants, die nach Quoten importiert werden. Es gibt auch einen eigenen Soma-Schaumwein, entstanden in Partnerschaft mit dem Weingut Dolina Lefkadia.
«Soma» lebt nicht nur von Essen und Getränken: Hier finden regelmäßig DJ-Sets, Live-Shows und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst statt — in den Räumen des Restaurants wurden bereits Projekte mit Deep List, MYTH Gallery, Postrigay Gallery und anderen gezeigt. Im Sommer öffnet ein gemütlicher Hof, in dem Barbecues und intime Weinverkostungen veranstaltet werden. All das zusammen ergibt einen Raum, der sich schwer mit einem Wort beschreiben lässt — und genau darin liegt wohl die Hauptstärke des Projekts.