Ein intimes japanisches Restaurant mit Kohlegrill und der Küche von Jaroslaw Andrejew. Amber erschließt sich nicht beim ersten Besuch: Man kommt zurück wegen starker Sushi, Reis und ruhiger Atmosphäre.

Amber am Zwetnoi-Boulevard funktioniert als ruhiges japanisches Restaurant, das sich nicht sofort ins Rampenlicht drängt. Der Eingang verbirgt sich hinter einer bernsteinfarbenen Säule, der Saal ist klein, und die Bestuhlung ist so gestaltet, dass der Lärm der Großstadt kaum spürbar ist. Es ist ein Projekt des Folk Team von Dmitri Romanow und Weniamin Iwanow, in Partnerschaft mit Anton Pinski, und ihm passt eher die Bezeichnung Hidden Gem als ein Ort für jeden lauten Abend.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers wird Amber mit der Zeit zu einem Ort, zu dem man wegen Sushi, Reis und ruhiger Atmosphäre zurückkehrt.

Der erste Eindruck kann hier zurückhaltend ausfallen, aber danach beginnt das Restaurant präziser und tiefer zu wirken. Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist genau das mit diesem Ort passiert: Nach mehreren Besuchen liest es sich nicht mehr als angesagter japanischer Ort, sondern als intimes Restaurant mit klarer Küche und angenehmem Rhythmus. Hier gibt es keinen überflüssigen Lärm, und dadurch treten Geschmack und Details in den Vordergrund.

Das Interieur entwarfen die Schwestern Sundukow. Es basiert auf ruhigen Texturen und drängt sich dem Gast kaum auf: viel Luft, eine zurückhaltende Palette, Holz mit klarer Silhouette, leichte östliche Akzente. Ein wichtiges Detail betrifft die Fenster. Früher waren die Scheiben mattiert, die Straße war nicht sichtbar, und der Saal wirkte geschlossener. Danach wurden sie durch transparente ersetzt, im Inneren wurde es merklich heller, und das Restaurant erhielt die Verbindung zur Stadt, die ihm zuvor fehlte. In der warmen Jahreszeit funktioniert der Raum besonders gut zusammen mit der Terrasse und dem Bonsai-Garten.

In der Küche arbeitet Chefkoch Jaroslaw Andrejew. Warme Gerichte werden hier auf einem großen, maßgefertigten Kohlegrill in der Mitte der offenen Küche zubereitet, was der Küche einen präzisen Rhythmus ohne überflüssige Effekte verleiht. Das Menü setzt auf eine japanische Grundlage in zeitgenössischer Lesart: Sushi und Sashimi von gekühltem Fisch, Reis, warme Positionen mit klarer, sorgfältiger Präsentation. Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers erklären gerade Sushi und Reis Amber am besten: Sie haben keine zur Schau gestellte Komplexität, aber einen Geschmack, für den man zurückkommen möchte.

Unsere Testesser vergaben 8 von 10 Punkten für das Abendessen — für die starke Arbeit mit der japanischen Küche, eine für Moskau seltene Intimität und das Gefühl eines Ortes, der keinen sofortigen Wow-Effekt braucht. Hierher kommt man nicht wegen Lärm oder modischem Trubel zurück, sondern wegen gleichbleibender Qualität und eines ruhigen Abendessens.