Tilda

Café

Bolshoy Palashevsky Lane, 14/7s3

Geöffnet bis 01:00

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Öffnungszeiten:

Geöffnet bis 01:00

  • Montag11:00-00:00

  • Dienstag11:00-00:00

  • Mittwoch11:00-00:00

  • Donnerstag11:00-00:00

  • Freitag11:00-01:00

  • Samstag10:00-01:00

  • Sonntag10:00-00:00

Tilda ist ein intimes Restaurant in der Sytinski-Sackgasse an den Patriarchenteichen, gegründet von Waleri Abel und Nikita Alexandrow. Signature-Küche von Küchenchef Alexander Schuba und eine große Weinkarte im Glas.

Fünfzig Quadratmeter in einer Gasse, in die der Lärm der Malaja Bronnaja nicht dringt — genau so viel braucht dieser Ort, um Eindruck zu machen. Das Interieur ist im skandinavischen Geist gehalten: nichts Überflüssiges, helle Oberflächen, klare Details. Die Atmosphäre wird nicht vom Dekor bestimmt, sondern vom Team — jeder Mitarbeiter verhält sich eher wie der Hausherr als wie ein Kellner. Das Konzept Friends & Family, das Waleri Abel und Nikita Alexandrow seit 2017 vertreten, ist kein bloßer Slogan — man spürt es von den ersten Minuten an.

Nach Meinung des Teams unseres Restaurantführers ist Tilda ein charmanter Ort abseits des Lärms der Patriarschi, für alle, die die Küche mehr schätzen als das Interieur.

Die Küche leitet Alexander Schuba — ein Chef mit zwanzig Jahren Erfahrung, hinter ihm die Arbeit mit den italienischen Köchen Carlo Cracco und Emanuele Pollini sowie die Beteiligung an mehreren Projekten der Lucky Group. Auf der Karte: eine Signature-Verarbeitung vertrauter Formate. Tatar vom Rinderhinterviertel wird in zwei Versionen serviert: piemontesisch und pariserisch. Rote argentinische Garnelen kommen mit Tomaten-Ponzu, Olivenöl und Zitronenschale — nichts Überflüssiges, aber jede Komponente an ihrem Platz. Tomaten auf Thunfisch-Creme und ein knuspriger Salat aus Fenchel, Zucchini und Minze sind die leichte Seite der Karte, die sowohl mittags als auch zu Beginn eines langen Abendessens gut funktioniert.

Pan con Tomate mit Prosciutto Speck ist ein spanischer Klassiker in eigener Interpretation: Ein Tartin mit geriebenen Tomaten wird mit Schinken ergänzt, der vor der Reifung leicht geräuchert wird. Gebratene Artischocken mit Ricotta-Creme und Gremolata sind ein weiterer Grund, die Flasche zu öffnen. Eine eigene Geschichte ist der Burger mit Rinderpatty, karamellisierten Zwiebeln, Cheddar und Caciocavallo auf einem Kartoffelbrötchen. Serviert wird er mit Pommes frites und hausgemachten sauren Gurken nach amerikanischer Art — und passt der Tradition des Ortes entsprechend gut zur Signature-Bloody-Mary.

Wein bei Tilda ist ein eigenes Thema. Mitinhaber Nikita Alexandrow stellte eine Karte zusammen, in der Biodynamik und Naturweine neben Klassikern stehen. Mehr als fünfunddreißig Positionen sind im Glas erhältlich — darunter auch Champagner. Das ist selbst für Moskauer Restaurants mit ernsthaften Weinambitionen eine Seltenheit. Die Karte ist so aufgebaut, dass sowohl alltägliche Weintrinker als auch alle, die einen Anlass für einen besonderen Moment suchen, hier etwas für sich finden.

Unsere Testesser vergaben 7 von 10 Punkten für das Frühstück — für unkonventionelle Kombinationen wie Kartoffelgratin mit pochiertem Ei und Hechtkaviar sowie Eggs Benedict auf Brioche mit Orangenmousse, wobei sie das gemächliche Servicetempo anmerkten. Hier wird ernsthaft gefrühstückt — French Toast mit Erdnussbutter und gebackenen Bananen oder Käsekuchen mit richtiger, angemessen fester Textur wirken nicht wie Nebensächlichkeiten. Das ist Essen, das mit Aufmerksamkeit zubereitet wird — und man spürt es.