Restaurants mit Veranda in Moskau: Die 45 besten Adressen

Restaurants mit Veranda in Moskau: Die 45 besten Adressen

45 Moskauer Restaurants, in denen die Veranda ein vollwertiger Teil des Konzepts ist, nicht nur Stühle auf dem Gehweg. Vom baskischen Feuer bis zur griechischen Terrasse.
26.04.26

„Ein Abendessen mit Freunden auf der Sommerveranda eines guten Restaurants – das ist genau das, worauf es sich lohnt, den Moskauer Sommer über zu warten.“

Restaurants mit Veranda erwarten die Stadtbewohner Moskaus schon ab den ersten März-Tauwettern. Sobald die Temperatur die Nullgrenze überschreitet, rollen die Gastronomen die Tische heraus, spannen Sonnensegel und eröffnen die Saison. Doch eine gute Veranda ist mehr als nur eine Extra-Sitzfläche im Freien. Die besten Restaurants mit Terrasse in Moskau verwandeln den offenen Raum in einen vollwertigen Teil des Konzepts: Sie durchdenken Beleuchtung, Bestuhlung, Aussicht und die Dramaturgie des Abends. Genau solche Adressen haben wir in dieser Auswahl zusammengestellt – von kammermusikalischen Höfen bis zu Stadtterrassen, auf denen sich der Sommer nicht als Kulisse, sondern als Hauptereignis anfühlt. Es gibt hier Orte für ein spätes Frühstück, ein langes Dinner, ein Treffen mit Freunden und einen Abend, den man um noch ein Glas verlängern möchte. Moskau versteht sich darauf, mit Emotionen großzügig zu sein.

Granatny Lane, 19

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Saray von der Lucky Group zieht Gäste an, die nicht einfach nur zu Abend essen, sondern einen Abend im Rhythmus einer langen Tafel verbringen wollen. Die Veranda ist hier kein saisonaler Bonus, sondern die Hauptbühne: die raue Holzstruktur, dunkle gealterte Oberflächen und der Geruch glimmender Kohlen wirken unter freiem Himmel ganz anders als im Saal. Bränd-Chef Dan Miron hat die Küche aus zwei Traditionen zusammengesetzt – der spanischen Kultur der Fleischglut und der kaukasischen Großzügigkeit bei Tisch. Zum Abend hin, wenn der Grill an Kraft gewinnt, wird die Veranda endgültig zum Schwerpunkt des Restaurants. Eine große Gesellschaft und keine Eile – das ist das richtige Format für diesen Ort.

Bolshaya Nikitskaya, 21/18s1

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Loro ist ein italienisches Restaurant der Lucky Group, dessen Veranda im Sommer zum Hauptargument für eine Reservierung wird: Die Straße liest sich von hier aus in einem ganz anderen Maßstab als durch die Panoramafenster im Innenraum. Bränd-Chef Glen Ballis und Küchenchef Nikolai Vovchinsky schreiben jede Saison die Frühstückskarte neu – sodass das Frühstück im Freien hier ein eigenständiger Anlass ist, nicht nur die Fortsetzung des gestrigen Dinners. Der Ort passt gleichermaßen zu einem kurzen Geschäftsessen wie zu einem gemächlichen Abend ohne Pläne. An warmen Tagen sollte man den Tisch besser reservieren – die Nachfrage übersteigt in der Saison das Angebot stabil.

Arbatskaya Square, 14s1

Niki hat sich im historischen Gebäude des ältesten noch aktiven Kinos des Landes niedergelassen, und die Sommerfläche sieht entsprechend aus – weiße Textilien, Feldblumen, Blick auf das lebendige Stadtzentrum. Bränd-Chef Dan Miron arbeitet mit der russischen Tradition ohne musealen Ernst: saisonale Logik, hausgemachte Getränke, Usvar an der Bar neben Kwas. Die Veranda eignet sich hier ebenso für einen Morgenbesuch am freien Tag wie für ein langes Wochentagsdinner – und bewahrt dabei das Gefühl, nicht in einem touristischen Ort, sondern in einem lebendigen Stadtrestaurant zu sitzen.

Bolshaya Gruzinskaya, 69

Eva ist ein griechisches Restaurant der Lucky Group, dessen Freiluftlogik durch und durch mediterran ist: Die Tische stehen dicht, der Lärm verstummt nicht, und das Essformat selbst – Mezze, Dips, Gerichte vom Feuer – verlangt nach Gesellschaft und Zeit. Bränd-Chef Glen Ballis wuchs mit häuslicher griechischer Küche auf, und das zeigt sich nicht in der Gestaltung des Saals, sondern darin, wie hier gegessen wird: Alles ist darauf ausgelegt, den Tisch zu teilen, nicht einzeln zu bestellen. Der große Gemeinschaftstisch fügt sich organisch in die laute Tafelrunde ein. Die Plätze sind fast immer voll besetzt – die Veranda ist in der Saison schnell ausgebucht, besser im Voraus reservieren.

Bolshaya Nikitskaya, 24/1s6

Maya ist ein Restaurant der Lucky Group, aufgebaut um das offene Feuer als zentrales Werkzeug: Kohle, Räucherkammer, stundenlanges Schmoren – all das ist kein Dekor, sondern Produktionsprozess. Der australische Koch Tom Halpin brachte die Asado-Technik nach Moskau: Das Fleisch wird an einem Metallkreuz befestigt und nach argentinischer Art über acht Stunden gegart. Der Raum ist mit Vulkangestein und unbehandeltem Holz gestaltet – und unter freiem Himmel wirkt diese Ästhetik noch überzeugender. Hierher kommt man wegen einer Energie, die sich in einem geschlossenen Saal nicht reproduzieren lässt, nicht für einen stillen Abend zu zweit.

Die Veranda von Margarita steht so, dass die Patriarchenteiche nicht Kulisse, sondern Teil des Tisches sind – eine der wenigen Adressen in Moskau, an der die Aussicht ehrlich wirkt, nicht wie Dekoration. Die Lucky Group hat den Raum in voller Zurückhaltung gestaltet: Nichts drinnen konkurriert mit dem, was draußen ist. Für eine Sommerveranda ist das grundlegend – man kann morgens auf einen Kaffee kommen oder den Abend bis spät ausdehnen, und in beiden Fällen fühlt sich der Ort wie ein Privileg an, nicht wie Zufall. Die Küche unterstützt diesen Ton: leicht, ohne Überladung, mit Akzent auf Saisonalem.

Die Sommerfläche von „Sahalin“ arbeitet in über zwanzig Stockwerken Höhe, und das verändert die Logik der offenen Bestuhlung grundlegend: Moskau umgibt einen hier nicht, sondern breitet sich unten als Panorama ohne einen einzigen Begrenzer aus. Die Terrasse ist ein vollwertiger Saal, keine Bonustische am Geländer: derselbe lebendige Eisstand, dieselben Meeresfrüchte, dieselbe Küche mit Michelin-Stern. Das Restaurant hält am Konzept fernöstlicher Rohware mit japanischen Techniken und mediterranem Unterton fest, und genau unter freiem Himmel bei Nacht klingt diese Fusion am überzeugendsten – zum Essen kommen Luft und die Stadt tief unten hinzu.

„Gorynych“ ist ein Ort, an dem die Veranda nicht metaphorisch nach Rauch riecht: Hier baut sich alles um das Feuer herum auf, und die offene Sommerfläche verstärkt dieses Gefühl nur. Josper-Grills, eine Sauerteig-Holzbäckerei mit langjähriger Geschichte, Pizza aus dem glühenden Ofen – der Duft ist draußen ebenso präsent wie im Saal. Wer eine Veranda für ein gemächliches Mittagessen mit Brot und etwas Gehaltvollem sucht, statt für Fotos vor grünem Hintergrund, findet hier genau das Richtige. Die schweren Texturen des Interieurs kontrastieren mit dem offenen Himmel und erzeugen eine für Sommerflächen seltene Spannung.

Die Sommerterrasse von „Gwidon“ schaltet das Restaurant nicht in einen vereinfachten Modus – hier bleibt dasselbe Niveau erhalten: eine ernstzunehmende Weinkarte mit Fisch-Pairings, die Küche von Anatoly Kazakov mit russisch-französischer Handschrift und null Dekorativität auf dem Teller. Innen ist der Raum als Unterwasserwelt nach Puschkin-Motiven gestaltet – Kristall, Perlmutt, eine Wasserprojektion. Die Veranda ist anders: Straße, Luft, Moskau ringsum. „Gwidon“ gibt nicht vor, ein Alltagsrestaurant zu sein, und die offene Bestuhlung unterstreicht das nur – ein Format für alle, die bewusst hierherkommen.

1st Tverskaya-Yamskaya, 21

Das Frühstück gilt hier längst als eigener Anlass für einen Besuch: Der Koch verwendet Produkte vom eigenen Bauernhof, und das liest man auf dem Teller ohne weitere Erklärung. Das Gemeinschaftsprojekt zweier Gastronomen ist mit bewusster Präzision umgesetzt: skandinavische Architektur, eine Bäckerei mit professionellen deutschen Öfen, eine Cocktailkarte rund um die Saison. Für ein Geschäftsfrühstück an der frischen Luft oder ein langes Dinner mit Burgunder gleichermaßen passend – eine Seltenheit für eine Moskauer Sommerbestuhlung.

Loona baut das Sommergefühl im Inneren auf: Das Erdgeschoss öffnet sich mit durchgehender Verglasung zur Stadt, lebendige Pflanzen brechen die Grenze zwischen Saal und Straße, eine Spiegeldecke vervielfacht das Tageslicht. Eine kluge Wahl für alle, die Sommerstimmung wollen, ohne von den Launen des Wetters abhängig zu sein – der Tisch ist hier bei Hitze wie bei Regen gleichermaßen angenehm. Die Küche des AVA Teams ist alles andere als trivial: ein italienisches Grundgerüst, doch Koch Dmitry Denisov erlaubt sich Signature-Abweichungen dort, wo der Geschmack es rechtfertigt. Ein Verandaformat ohne Veranda – genau dafür wurde dieses Interieur ersonnen.

Saal und Straße gehen ineinander über: Laub draußen, Eichentische und offene Küche drinnen – die Grenze wird zur Formalität. Aram Mnatsakanov hat diese Adresse nicht als Saisonprojekt aufgebaut, sondern als italienisches Restaurant mit dauerhaftem Charakter, und die sommerliche Offenheit ist dessen organischer Teil. Bränd-Chef Simone Gobbi hält die Karte im Rahmen der Klassik, ohne Vereinfachungen. Hierher kommt man, wenn man ein langes Dinner ohne Eile möchte – mit Wein sitzen und wissen, dass niemand um den Tisch bittet.

Bolshaya Nikitskaya, 14

Die Lucky Group hat Mamie um die Ästhetik der französischen Provence herum gebaut – Travertin, gealterte Möbel, Decken aus dunklem Holz – und die Sommerterrasse fügt sich mühelos in diese Logik ein: Sie wirkt nicht wie ein Anbau, sondern wie eine Fortsetzung des Interieurs. Bränd-Chef Dan Miron und Küchenchef Taras Kirienko kochen französische Klassik – Fleisch vom Feuer, langsames Schmoren, saisonale Frühstücke. Ringsum herrscht städtische Stille, die schnell das Tempo drosselt. Die Terrasse funktioniert hier in genau dem Tempo, das ihr zusteht: ohne Hast, mit einem Glas Wein und Zeit, die es nirgendwohin eilig hat.

Studio APAA hat das Interieur auf nordischem Minimalismus aufgebaut: Oberlicht durch Deckenöffnungen, unbehandelte Texturen, ein Kamin in der Mitte des Saals. Die Sommerfläche ist hier ruhiger als Verandas im historischen Zentrum – ohne Schlangen und Zufallsgesellschaften. Das internationale Küchenmenü und die Frühstückspositionen sind von der Kette bis zur verlässlichen Stabilität durchgearbeitet. Eine gute Wahl für ein Arbeitsfrühstück oder Lunch, wenn Vorhersehbarkeit wichtiger ist als Entdeckung.

Die offene Fläche von BRO&N liegt mitten im Strom des sommerlichen Stadtspaziergangs – im Sommer herrscht hier ständige Bewegung, und das Restaurant versteckt sich nicht davor, sondern nutzt sie. Das Projekt von Arkady Novikov arbeitet nach der vertrauten Formel: großzügiger Saal, große Tische, ein rotierender Ofen und ein Josper-Grill, gut sichtbar – all das liest sich auch von der Straße aus. Bränd-Chef Mirko Zago, der einst im Kreml kochte, verantwortet die Karte mit Pizza, Pasta und Fleisch vom Feuer. Das Format ist casual, doch die Küche hält das Niveau – eine seltene Kombination für eine Veranda mitten im Zentrum.

Malaya Bronnaya, 8s1

Die Veranda von „Aist“ ist einer jener seltenen Fälle, in denen sich ein Moskauer Sommerabend von selbst zusammenfügt, ohne Anstrengung: kein feierliches Protokoll, sondern genau jene städtische Gelöstheit, um derentwillen das Ganze überhaupt unternommen wird. Designerin Evgenia Uzhegova hat den Raum gestaltet, Koch Mirko Zago verantwortet die Signature-europäische Küche – und beide verstehen die Balance zwischen Qualität und Leichtigkeit. Ein Detail, das kaum jemand kennt: „Aist“ hat als erstes Restaurant der Stadt das Kaffeerösten direkt vor Ort eingeführt, sodass der Kaffee hier ein eigenständiger Anlass ist, der kein Dinner obendrauf braucht.

Chistoprudny Boulevard, 23s2

Nicht in unserem Guide
Unser Team aus Kritikern und Testgästen war noch nicht dort, oder der Ort hat keine gute Bewertung erhalten

„Polden“ funktioniert für einen einzigen Zustand: Der Morgen ist schon vorbei, doch zu ernsten Angelegenheiten ist es noch nicht gekommen. Genau hier, im Hof, zum Klang von Vinylplatten – nicht einer Playlist, sondern echten Platten – dehnt sich dieser Zwischenraum aus. Die Frühstückskarte gilt den ganzen Tag, reservieren können nur große Gesellschaften, Einzelgäste und Paare werden in einer echten Warteschlange an den Bücherregalen empfangen, die das Team aus verschiedenen Ecken der Welt zusammengetragen hat. Ein Innenhof ist in dieser Gegend an sich schon selten, hier ist er in gedämpften Pastelltönen und mit familiärem Ton gestaltet.

Die Terrasse von „Savva“ öffnet den Blick auf das historische Zentrum – das Restaurant liegt im „Metropol“, wenige Minuten vom Bolschoi-Theater entfernt, und diese Nachbarschaft funktioniert. Innen: bemalte Decken, Marmorsäulen, zeitgenössische russische Küche von Bränd-Chef Andrey Shmakov mit Michelin-Stern und eine Konditoreilinie des preisgekrönten Artyom Grachyov. Die Weinkarte umfasst mehr als fünfhundert Positionen, darunter russische. Die Veranda ist hier ein Mittel, Moskau in seinem festlichen Register zu zeigen – ob für Stadtbesucher oder langjährige Bewohner, die die Stadt neu betrachten wollen.

Das Gebäude selbst erinnert sich noch an einen sowjetischen Brotladen – und das Konzept von Remy Kitchen Bakery existiert genau im Dialog mit dieser Geschichte: Das Interieur von Evgenia Uzhegova ist aus Möbeln jener Epoche zusammengesetzt, Lichtobjekte funktionieren wie Skulpturen. Die Küche ist in offene Stationen unterteilt, die der Gast vollständig sieht – Ofen, Bäckerei, Pasta, Brot. Im Sommer löst sich die Grenze zwischen Saal und Straße auf, und diese ganze Transparenz des Prozesses tritt zusammen mit der Veranda nach außen: Das Essen wird sichtbar zubereitet, und das ist eine bewusste Haltung, kein dekoratives Mittel.

Tsvetnoy Boulevard, 2

Mit der Wärme erhält Amber ein zweites Format: Zum kammermusikalischen japanischen Saal kommen eine Terrasse und ein Bonsai-Garten hinzu – eine straßenseitige, gemächliche Fortsetzung desselben Rhythmus. Das zurückhaltende Interieur der Sundukov-Schwestern mit Holz und Luft, ein Kohlegrill in der offenen Küche, zeitgenössische japanische Küche von Chef Yaroslav Andreev. Das Projekt von Dmitry Romanov und Veniamin Ivanov in Partnerschaft mit Anton Pinsky ist nicht für einen lauten Ausgang gedacht, sondern für jene Abende, an denen ein ruhiges Tempo, eine entspannte Bestuhlung und Geschmack ohne überflüssige Gesten am wichtigsten sind. Im Sommer verleiht der Garten diesem Szenario eine fast meditative Pause.

Kohle-Josper und eine Trockenreifekammer sind kein Dekor, sondern Arbeitswerkzeug, und auf der Veranda verschwindet dieser Kontext nirgendwohin: Rauch, Glut, Duft – all das bleibt beim Gast. Der Ort entstand aus der Zusammenarbeit zweier Menschen mit klar erkennbarem gastronomischem Hintergrund, und das Niveau wird hier nicht durch eine angesagte Adresse getragen. Im Sommer verwandelt die Veranda das Fleischdinner in ein vollwertiges sensorisches Ritual – besonders bei einem Glas aus der Weinkarte, die einst für ihre kreative Auswahl ausgezeichnet wurde. Die richtige Wahl, wenn man nicht einfach nur draußen essen, sondern spüren möchte, dass hinter dem Essen eine Technologie steht.

Petrovsky Boulevard, 14

Ein historisches Anwesen von fast zwei Jahrhunderten überlässt im Sommer seinen Hof Barbecues, kammermusikalischen Verkostungen und Livemusik – und das funktioniert anders als eine gewöhnliche Restaurantveranda. Die Architektur des Gebäudes mit Ziegelmauerwerk und verspiegelten Innenraumsphären wirkt unter freiem Himmel ruhiger und näher. Die Küche stützt sich auf lokale Produkte in Signature-Interpretation, und die Weinkarte unter der Leitung des Sommeliers setzt einen Akzent auf Champagner – seltene Récoltants und ein eigener Schaumwein sind Teil der Karte. Wer ein Format sucht, in dem Abendprogramm und Sommerterrasse als Einheit existieren, findet es hier.

Ein Kupferlüster in Drachenform, lebende Pflanzen, der theatralische Maßstab des Designs vom Studio „Geometria“ – all das geht auf der Veranda nicht verloren, sondern erhält eher eine andere Perspektive. Signature-asiatische Küche und ein Fokus auf Weißweine und Champagner – eine Kombination, die sich im Sommer besonders organisch liest: Die Leichtigkeit im Glas reimt sich auf die Leichtigkeit draußen. Ein Ort für alle, denen der visuelle Effekt am Tisch wichtig ist – ohne dass das, was auf dem Teller liegt, darunter leidet.

Das Gemeinschaftsprojekt von Arkady Novikov, Anton Pinsky und Bränd-Chef Glen Ballis war von Anfang an als Antithese zum Stadtrestaurant angelegt: Holzoberflächen, offenes Feuer, viel Grün und natürliches Licht – das Gefühl eines Landhauses, ohne die MKAD zu verlassen. Im Sommer wird die Terrasse zum Hauptargument für diese Adresse: Das Konzept, das drinnen als Metapher funktionierte, wird im Freien buchstäblich. Die Karte folgt der Saison – saisonales Gemüse ist hier keine Beilage, sondern das Zentrum des Tellers. Eine gute Wahl für ein gemächliches Dinner, wenn man Stille und einen Rhythmuswechsel möchte, keine neue laute Eröffnung.

Das Restaurant-Bäckerei-Format ist so angelegt, dass man hier zu jeder Tageszeit gut aufgehoben ist: morgens bei Kaffee und frischem Gebäck, abends bei einem vollwertigen Dinner. Im Sommer erstreckt sich diese Logik auf die offene Fläche, und die Veranda wird zur natürlichen Fortsetzung des Tages, nicht zu einem eigenen Anlass für den Besuch. Das Interieur des Büros Sundukovy Sisters mit handbemalten Fliesen und Messingdetails verliert draußen nicht seinen Charakter. Die Küche unter der Leitung des Chefs hält am Prinzip des Minimalismus in der Zutatenliste fest – europäische Traditionen ohne den Versuch, sie zu vermischen, jede Position mit ihrer eigenen klaren Logik.

Tsvetnoy Boulevard, 2

Zum Frühstück kommt man hierher wegen des Gebäcks aus dem Holzofen und Gerichten auf Sauermilchbasis; zum Abend hin ändert sich alles – Rauch, offenes Feuer und der Duft von Fleisch vom Grill kommen hinzu. Die Küche stützt sich auf hauseigene Vorprodukte: Saucen, Kräuter, Marinaden – das Team macht alles selbst, und das spürt man selbst bei einfachen Dingen. Die bodentiefen Panoramafenster lassen sich öffnen, die Grenze zwischen Saal und Straße verschwindet, und die Veranda wird zu einem eigenständigen Raum mit orientalischem Akzent.

Der fünfte Stock des ZUM – und von der Terrasse öffnet sich ein Ausblick, den man im Zentrum sonst nicht mehr findet: das Bolschoi-Theater gegenüber, ohne Menschenmenge und Lärm von unten. Buro.TSUM ist in der Logik eines zeitgenössischen französischen Cafés mit Art-déco-Elementen aufgebaut, die Küche der beiden Köche neigt zum Fine Dining. Zufällige Gäste gibt es hier praktisch nicht – der Ort hält seinen Ruf sowohl durch die Aussicht als auch durch das Essen. Der Tisch auf der Veranda ist in der warmen Saison lange vor dem Sommer vergeben: Wer genau ihn möchte, sollte mit Vorlauf reservieren, sonst bleibt nur der Saal. Eine Option für ein festliches Mittagessen, das leicht in den Abend übergeht.

Bolshaya Nikitskaya, 14/2s7

Bei Muse wurde der Raum von Anfang an als lebendig konzipiert – mit offener Küche, sichtbarer Bar und eigenen Spezialisten für jeden Bereich, vom Wein bis zum Dessert. Im Sommer setzt die Veranda dieses Prinzip organisch fort: Sie ist kein separater Erholungsbereich, sondern Teil derselben strukturreichen Umgebung, die der Architekt drinnen aufgebaut hat. Die Karte bewegt sich zwischen europäischem und mediterranem Register, ohne sich auf eine Küche festzulegen. Hier ist es beim Frühstück ebenso gut – Muse hat sein eigenes festes Morgenpublikum – wie bei einem gemächlichen Abenddinner unter freiem Himmel.

Yauzskaya, 10/2s4

DFF ist aus einer saisonalen Veranda unter freiem Himmel gewachsen – und dieser Charakter ist nirgendwohin verschwunden, auch nachdem sich das Projekt an einem festen Standort niedergelassen hat. Im Sommer verwandelt sich das Gelände in ein Kino unter den Sternen, im Winter wird eine Eisbahn angelegt: Der Ort lebt das ganze Jahr über und beschränkt sich nicht auf Essen. Die Küche leitet ein Koch, der bei Noma und Hibiscus gearbeitet hat – saisonale lokale Produkte verbinden sich mit französischen und asiatischen Techniken. Die Cocktailkarte hat einer der bekanntesten Barkeeper des Landes zusammengestellt. Das ist eine Veranda als vollwertiges kulturelles Szenario, nicht nur Tische im Freien.

Strastnoy Boulevard, 7s1

Im Sommer erzeugt die Veranda das Gefühl Südeuropas ohne touristischen Anstrich – jenes stille Summen eines warmen Abends, das sich künstlich schwer nachbilden lässt. Die gastronomische Linie gibt ein Konzept-Chef mit Michelin-Stern vor, die Bar arbeitet mit iberischen Destillaten, und der Weinkeller umfasst mehr als dreihundert Positionen spanischer und portugiesischer Weine. Das Format funktioniert gleichermaßen für ein Geschäftsdinner wie für einen Abend zu zweit.

Ein griechisches Restaurant mit Sommerveranda, hinter dem Pinsky und Partner stehen – ein Team mit dem Ruf, Orte zu schaffen, zu denen man zurückkehrt. Das Büro Static Aesthetic hat den Raum im Geist einer mediterranen Villa gestaltet: handgefertigtes Buntglas, Reliefdekor, weiche Sofas mit gerundeten Armlehnen. Küchenchef Ramanos Iliani arbeitet mit der griechischen Familientradition, Istomin und Losev bringen einen experimentellen Impuls ein. Die Veranda öffnet für die Saison und ist auf einen langen Abend ausgelegt: Die Barkarte hält sich an Anis- und Fruchtnoten, den Takt gibt Griechenland selbst vor – gemächlich und großzügig.

Bolshaya Nikitskaya, 24/1s1

Das Projekt von Aleksandr Oganezov beginnt mit einem visuellen Schlag: Malerei unter der Kuppel, Mosaik mit volkstümlichen Motiven, handgefertigte Fliesen, Vintage-Leuchten. Die Sommerterrasse setzt dieses Gespräch bereits im Freien fort – nicht als Ergänzung zum Saal, sondern als nächstes Kapitel derselben Aussage. Im Zentrum der Küche: der Holzofen; im Zentrum der Karte: die Weite des Blicks des Küchentrios ohne akademische Strenge. Es lohnt sich, für einen langen Abend herzukommen: erst betrachtet man das Interieur, dann stellt man fest, dass es draußen nicht schlechter ist.

Novaya, 100s5

Nicht in unserem Guide
Unser Team aus Kritikern und Testgästen war noch nicht dort, oder der Ort hat keine gute Bewertung erhalten

ENO Bistro in Skolkovo wählt man nicht wegen der Adresse, sondern wegen des Gefühls: Wald und Park liegen nebenan, ringsum ist deutlich mehr Luft als in jedem Moskauer Innenhof. Die große Garten-Veranda ist hier der Hauptraum, kein Zusatz – nach einem Spaziergang geht man hierher für ein spätes Frühstück oder ein gemächliches Mittagessen, bei dem man sich nicht beeilen muss. Das Interieur von Static Aesthetic ist aus Holz und unbehandelten Texturen zusammengesetzt – keine Imitation eines Landhauses, sondern eines im echten Sinn. Ein Gemeinschaftsprojekt von Folk Team und Vinicom, in dem Küche und Weinprogramm als gleichwertige Anziehungspunkte koexistieren.

Bersenevskaya Emb., 16s9

Die Terrasse von Lui folgt den Gesetzen einer anderen Stadt: Luft vom Fluss, direkter Blick auf die Christ-Erlöser-Kathedrale, Abendlicht, das hier gezielt eingefangen wird. Das Gebäude selbst steht auf einem Fundament von föderaler Bedeutung, und diese Nachbarschaft zur Geschichte gibt dem gesamten Projekt einen besonderen Maßstab. Innen: gealterte Balken, Kerzen und ein Holzofen; draußen: Wasser, Luft und ein langer Sommerabend. Der italienische Koch hält den mediterranen Kurs ohne Abweichungen. Für ein offenes Dinner über dem Fluss zur Abendstunde hat diese Terrasse kaum Konkurrenz.

Bolshaya Nikitskaya, 15s1

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LÚWO belegt drei Stockwerke, und die Terrasse oben ist im Sommer ein eigenständiger Grund für einen Besuch, kein Bonus für alle, die im Saal keinen Platz mehr fanden. Das Gemeinschaftsprojekt von ORIGIN und Ilya Esterov baut auf einer untypischen Interpretation der griechischen Küche auf: Der Koch arbeitet mit Feuer, Holzofen und orientalischen Gewürzen und macht aus der mediterranen Basis etwas Persönlicheres. Der helle Raum mit fließenden Formen und Naturmaterialien geht organisch in die offene Fläche über. Die Barkarte mit Frucht- und Anisakzenten und ein eigenes Weinprogramm sind auf einen Abend ohne Eile ausgelegt.

Krymsky Val, 9s1

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Die Terrasse öffnet sich zum Parkteich – das ist das Hauptargument: Wasser im Bild, der Park gleich nebenan, und bis zum Zentrum ist es ein Katzensprung. Große Fenster setzen von innen dieselbe Landschaft fort, sodass die Grenze zwischen Saal und Straße hier eher symbolisch ist. Das Projekt von Arkady Novikov und Genrikh Karpini baut auf eigener Produktion auf: Milchprodukte werden direkt vor Ort hergestellt, Gebäck kommt aus dem Holzofen. Das Format funktioniert für ein Familienessen mit Kindern ebenso organisch wie für einen gemächlichen Abend mit einem Glas Wein. Im Sommer ist das fast ein Landausflugsszenario, ohne Moskau zu verlassen.

Oltremare von der Lucky Group baut auf italienischer Küche ohne Anpassung an den lokalen Geschmack auf: Chef Emanuele Pollini wuchs in der Romagna auf und arbeitete in Michelin-Restaurants Europas. Die Weinkarte ist durchdacht, der Service hält den Takt bis ins Detail. Ein Ort für ein Dinner, bei dem wichtig ist, wie das Ganze im Zusammenspiel funktioniert – nicht nur, was auf dem Teller liegt. 2025 wurde das Projekt vom Preis „Plavno“ zum „Restaurant des Jahres“ gekürt, und im Sommer ist dieser Status besonders nachvollziehbar.

Stoleshnikov Lane, 2s1

Die Fläche im dritten Stock des Concept-Stores bietet einen der weitesten Panoramablicke im Zentrum: Mehrere Wahrzeichen der Stadt treffen sich in einem einzigen Bild. Innen: Samt, Marmor und Holz, draußen: Moskau aus der Höhe. Olga Karput hat die Küche um das Bauernhofprodukt herum aufgebaut: Einen Teil des saisonalen Gemüses baut das Team auf dem eigenen Hof an. Die Weinkarte orientiert sich an kleinen Erzeugern. Der Ort funktioniert sowohl im Morgen- als auch im Abendmodus – je nach Stimmung, Wetter und der Frage, ob man auf die Stadt von oben blicken möchte.

Malaya Bronnaya, 22s2

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Grand Cru ist ein Restaurant, dessen Veranda einem der ernsthaftesten Weinprojekte der Stadt gehört. Das Weinhandelsunternehmen Simple eröffnete es 2006, das Konzept hat sich seither nicht verändert, und 2022 erhielt der Ort einen Michelin-Stern. Täglich sind glasweise bis zu siebzig Positionen verfügbar, die Gesamtkollektion umfasst rund tausend Positionen. Küchenchef David Emmerle stellt eine kurze saisonale Karte so zusammen, dass das Essen dem Wein dient, nicht umgekehrt. Die Veranda steht hier für einen gemächlichen Sommerabend, in dem der eigentliche Hauptdarsteller doch im Glas steckt.

Lenina, 30s2

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Biologie liegt in Ilyinskoye – außerhalb der Stadt, und das ist grundlegend: Hierher fährt man gezielt wegen des Essens, und die Sommerveranda ist in die natürliche Umgebung eingebettet, nicht der Fassade als Sitzplatzerweiterung hinzugefügt. Küchenchefin Ekaterina Alyokhina arbeitet in der Logik eines Autorenlabors – erforscht Saisonalität und Fermentation und übersetzt die Ergebnisse in Gerichte mediterraner Prägung. Die Panoramaverglasung lässt so viel Licht herein, dass Saal und offener Raum als Einheit wahrgenommen werden. Ein Format für alle, die bereit sind, den ganzen Abend am Tisch zu verbringen, und das Dinner als eigenständiges Ereignis begreifen.

Den Hof des Modehauses sich als Restaurant vorzustellen fällt schwer, bis man selbst drinsteht: Evgenia Uzhegova orientierte sich an Pariser Brasserien mit offenen Terrassen – gestreifte Textilien, Korbsessel, weiße Tischdecken und so viel lebendiges Grün, dass sich die 250 Plätze eher wie ein Garten anfühlen als wie ein Restaurantsaal. Der Sommerabend ist hier so eingerichtet, dass man es nirgendwohin eilig hat. Chef Ruslan Polyakov führt eine zeitgenössische Moskauer Küche mit großer Bandbreite – von Meeresfrüchten bis zu hausgemachten Pelmeni. Die optimale Wahl für eine große Gesellschaft, die Raum und Zeit braucht.

Rozhdestvenka, 3/6s1

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Unser Team aus Kritikern und Testgästen war noch nicht dort, oder der Ort hat keine gute Bewertung erhalten

Draußen funktioniert die Atmosphäre auf dieselbe Weise wie drinnen: Man setzt sich – und das Gefühl von Eile verschwindet von selbst. Dmitry Reshetnikov und Maksim Ershov halten Kurs auf russisch-französische Klassik in Signature-Lesart, und die Bar unter der Leitung von Vladimir Zhuravlev fügt jedem Cocktail eine Geschichte hinzu. Ein Ort für einen gemächlichen Abend mit dem Gefühl, dass die Zeit hier anders vergeht.

Ursprünglich aus Petersburg, im Maßstab moskauisch – Salone ist geräumiger und selbstbewusster als das Original geworden. Die Terrasse am Garten „Ermitage“ erklärt, warum man jeden Sommer wiederkommt: aufgespannte, weiße Vorhänge und ein seltsames Gefühl geografischer Verschiebung Richtung Norditalien. Bränd-Chef Evgeny Engelke und Küchenchef Denis Lukyanenko rollen den Teig täglich von Hand nach Rezepten aus, die aus der Emilia-Romagna mitgebracht wurden. Innen: Signature-Fresken und ein Messingtresen, draußen: eine offene Veranda, für die man den Tisch besser im Voraus reserviert, besonders auf dem Höhepunkt der Saison.

Das Projekt des Gastronomen Aleksey Pinsky liest sich schon auf den ersten Blick als Premium ohne Vorbehalte: Marmorboden, Art-déco-Geometrie, dunkles Holz, Spiegel und Metallleuchten mit verspiegelten Schirmen. Die Sommerterrasse ist im selben Register gehalten – Plastikmöbel gibt es hier per Definition nicht. Die Karte baut auf europäischer Küche mit ernsthaftem Fleischakzent auf: rund zehn Steak-Varianten plus Fisch und Meeresfrüchte. Für alle, die eine Sommerfläche ohne Kompromisse suchen – bei Küche, Service und der visuellen Gestaltung des Raums gleichermaßen.

26.04.2026

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